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"Flee" gewinnt dreifach in Annecy

Bei der vom Vorjahr nachgeholten 60. Ausgabe des Festival des Animationsfilms in Annecy gewann Jonas Poher Rasmussens "Flee" den Hauptpreis Cristal, den Preis für den Verleih und den Preis für die Musik. Auch deutsche Kreative sind unter den Gewinnern.

21.06.2021 09:03 • von Heike Angermaier
"Flee" sahnt in Annecy ab (Bild: Annecy Animation Festival.)

Bei der vom Vorjahr nachgeholten 60. Ausgabe des Festival des Animationsfilm in Annecy gewann Jonas Poher Rasmussens "Flee" den Hauptpreis Cristal, den Preis für den Verleih und den Preis für die Musik. Der Film war bereit 2020 für Cannes ausgewählt worden und gewann Anfang des Jahres beim Sundance Festival den Preis als bester Dokumentarfilm. Er erzählt die Geschichte von Amin, der als unbegleiteter Minderjähriger aus Afghanistan nach Dänemark kam, mittlerweile ein erfolgreicher Akademiker ist und seinen langjährigen Freund geheiratet hat.

Der Preis der Jury ging an Michaela Pavlatovas "Ma famille afghane". Gewürdigt von der Jury wurde Florence MIailhes von der Dresdner Balance Film koproduzierter "The Crossing". Den Contrechamp Preis erhielt Cesar Cabrals brasilianischer Beitrag "Bob Spit - We Do Not Like People".

Ausgezeichnet mit dem Cristal für den besten Kurzfilm wurde die Schweizer Produktion "Ecorce"/"Peel" von Samuel Patthey und Sylvain Money. Als beste TV-Produktion wurde "Vanille" von Guillaume Lorin geehrt, als beste Serie "Japan Sinks 2020" von Masaaki Yuasa, die bei Netflix läuft. Zum besten Abschlussfilm wurde "Hippocampus" von Zhao Li gekürt.

Unter den Gewinnern der Nebenpreise sind deutsche Kreative wie Christoph und Wolfgang Lauenstein. Für ihren Kurzfilm "People in Motion" wurden sie mit dem Junior Jury Award bedacht. Henriette Rietz erhielt den YouTube Award für "Wochenbett".

8000 Akkreditierte aus 96 Ländern nahmen online und in echt bei der wegen Corona verschobenen Jubiläumsausgabe des Festivals und des Branchenevents vom 14. bis 19. Juni teil.

Die Liste aller Preisträger