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UK: Netflix und Amazon sollen Nutzungsdaten offenlegen

Die britische Regierung hat Streaming-Plattformen aufgefordert, Abrufdaten von Inhalten offen zu legen, die von öffentlich-rechtlichen britischen Rundfunkanstalten produziert wurden.

18.06.2021 10:56 • von Jörg Rumbucher
"Fleabag" ist eine von der BBC produzierte Serie (Bild: Amazon)

Die britische Regierung hat Streaming-Plattformen aufgefordert, Abrufdaten von Inhalten offen zu legen, die von öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten produziert wurden. Die Regierung folgte einer Empfehlung des Ausschusses für Digitales, Kultur, Medien und Sport (DCMSC), der darauf hingewiesen hatte, dass Streaming-Anbieter Zuschauer-Daten teilen sollen, um Programme des öffentlich-rechtlichen Fernsehens vollständig analysieren zu können.

Die Empfehlung richtet sich offenbar gezielt an Streamer wie Netflix und Amazon Prime, die Programme wie "Peaky Blinders", "Fleabag", "The Bodyguard", "Duty Line", "The Fall" oder "Luther" zur Verfügung stellen. Dabei handelt es sich um Serien, die u.a. von BBC oder iTV produziert worden.

Das DCMSC wünscht sich daher, dass entsprechende Daten sowohl den produzierenden Sendern, als auch der Regulierungsbehörde Ofcom vorgelegt werden sollten. Die Regierung hat sich dem Digital-Ministerium insofern angeschlossen, als das die Offenlegung "auf freiwilliger Basis" erfolgen soll. Dabei ließ sie offen, ob auch eine gesetzliche Vorschrift in Betracht käme, wenn betroffene Streamer weiterhin keine Transparenz zeigen würden.