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SCREENFORCE DAYS: Starkes Bekenntnis zum Disney Channel

SVP & General Manager Media GSA Disney, Eun-Kyung Park, sieht eigentlich nur Vorteile, wenn es um das Zusammenspiel von Disney+ und dem Disney Channel in Deutschland geht. Wie sich die Plattformen unterstützen, erzählte sie auf den Screenforce Days.

15.06.2021 17:39 • von Michael Müller
SVP & General Manager Media GSA, The Walt Disney Company: Eun-Kyung Park (Bild: Disney)

Neulich geisterte die Meldung durch das Internet, dass Disney vorhabe, knapp 100 seiner internationalen TV-Sender zu schließen, um den Fokus auf den Streamingdienst Disney+ noch zu erhöhen. Das betraf vor allem Kanäle in Großbritannien, die zu einem geschlossenen Netzwerk gehörten. Eine Szenario, was aber nicht für Deutschland gilt, wenn man SVP & General Manager Media GSA, The Walt Disney Company, Eun-Kyung Park, am Dienstag auf den Screenforce Days in Köln lauschte.

"Gerade in Deutschland ist lineares Schauen eine große Instanz, deswegen werden wir da auch weiter fest investieren", sagte Park über den Disney Channel und erklärte auch gleich mit einem Beispiel, wie inzwischen das Zusammenspiel zwischen Disney Channel und Disney+ funktioniert. "Wir haben gerade die zweite Staffel von "Highschool Musical: Das Musical: Die Serie" auf Disney+ gebracht. In diesem Zusammenhang haben wir einen "Highschool Musical"-Tag auf dem Disney Channel mit dem Filmen, Trailern und Previews gemacht. Das hat wunderbar funktioniert", sagte Park.

Beim Disney Channel gebe es in der Daytime das Versprechen aus lokalen Eigenproduktionen, wo die Kinder interaktiv dabei sein können, und den internationalen Animations-Inhalten. Das sei in der Summe ein sehr rundes Paket. Park kündigte sogar in Köln eine neue Eigenproduktion an. "Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Moderator Beni Weber "Beni und die Schwarze Pfote" verfilmen werden. Die Geschichte basiert auf seinen eigenen Büchern. Die Kombination von Beni Weber und Detektivgeschichten wird definitiv funktionieren."

Director Media Sales, Julia Schörner, konnte den Ausführungen im Interview nur beipflichten. "Wir profitieren da auch speziell in der Vermarktung von der Distributionsstrategie des gesamten Unternehmens. Wir haben die Möglichkeit, die ausgewählten Inhalte linear zu vermarkten, im Social-Bereich, auf den Webseiten und natürlich auch bei YouTube, was vor allem auch in der Kinderzielgruppe eine ganz wesentliche Komponente ist. Die Plattformen ergänzen sich auch optimal je nach Laune, in der unsere Zuschauer gerade sind, ob lean forward oder lean back", sagte Schörner.

Auch zum Streamingdienst Disney+ äußerte sich Park zusammenfassend, was in den vergangenen Monaten schon alles erreicht wurde: Weltweit mehr als 100 Millionen Abonnenten, inzwischen ein absoluter Eckpfeiler in der Distributionsstrategie von Disney, die konsequente Einführung der Marke Star und die ersten beiden deutschen Serienproduktionen ""Sam - Ein Sachse" und "Sultan City".