Kino

Anmeldung für Sonderfonds Kulturveranstaltungen gestartet

Für den mit bis zu 2,5 Milliarden Euro ausgestatteten Sonderfonds, der Wirtschaftlichkeitshilfen und eine Ausfallabsicherung bereitstellt, ist ab sofort die Anmeldung möglich. Antragsberechtigt sind Veranstalter in Deutschland stattfindender Kulturveranstaltungen, die Einnahmen aus dem Verkauf von Tickets erzielen.

15.06.2021 10:54 • von Marc Mensch
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (Bild: IMAGO/photothek)

Zum 1. Juli startet der erste (und wesentlich größere) Baustein des Sonderfonds Kulturveranstaltungen: Die Wirtschaftlichkeitshilfe, die durch eine Bezuschussung der Einnahmen aus Ticketverkäufen wirtschaftliche Risiken reduzieren und die Planbarkeit und Durchführbarkeit von Veranstaltungen verbessern soll. Im ersten Schritt sind Veranstaltungen mit bis zu 500 Besuchern erfasst, ab 1. August dann solche mit bis zu 2000 Besuchern. Diese Förderung läuft bis 31. März 2022.

Ab sofort ist die Anmeldung für den Sonderfonds über ein eigens eingerichtetes Portal möglich, auf dem zu fördernde Veranstaltungen vorab registriert werden müssen.

Die Förderung erfolgt bei Corona-bedingter Einschränkung der Teilnehmerzahl von mindestens 20 Prozent und maximal 75 Prozent in Höhe der Ticketeinnahmen; bei Einschränkungen von mehr als 75 Prozent in Höhe der doppelten Ticketeinnahmen - jeweils aber natürlich nur bis zum Erreichen der Förderhöchstgrenze. Diese definiert sich nicht zuletzt über die veranstaltungsbezogenen Kosten, wobei (und darauf dürfte sich die tatsächliche Förderung in vielen Fällen beschränken), zu diesen Kosten eine Durchführungspauschale in Höhe von zehn Prozent addiert werden darf. Zudem gilt im Rahmen der Wirtschaftlichkeitshilfe eine Obergrenze von 100.000 Euro pro Veranstaltung bzw. 500.000 Euro pro Monat/1.500.000 Euro pro Quartal.

Im Fall von Kinos können Förderanträge nur als zeitraumbezogene Anträge gestellt werden. Laut der Informationen auf dem Antragsportal steht in diesen Fällen insbesondere bei der Berechnung der Förderung nicht mehr die einzelne Veranstaltung im Vordergrund. Stattdessen werden die Einnahmen und Kosten für im Zeitraum registrierte Veranstaltungen kumuliert berücksichtigt; die Einordnung als Kulturveranstaltung ist einmalig für den Abrechnungszeitraum nachzuweisen, der Nachweis der Corona-bedingten Kapazitätsreduktion erfolgt gebündelt für alle Veranstaltungen.

Bei Registrierung muss der Veranstalter eine Schätzung über die voraussichtliche Anzahl der Veranstaltungen und durchschnittlichen Ticketpreise einreichen. Die Beantragung aller Veranstaltungen in der betroffenen Veranstaltungsstätte erfolgt gebündelt nach Ende des Abrechnungszeitraums.

Ausführliche Informationen zur Wirtschaftlichkeitshilfe (und natürlich auch der Ausfallabsicherung) finden Sie in Form eines detaillierten FAQs hier.