Festival

Kinofest Lünen unter neuer Verantwortung

2020 musste das Kinofest Lünen letztlich Pandemie-bedingt ausfallen, nun aber laufen die Vorbereitung für die diesjährige Ausgabe, die nicht nur von neuen Veranstaltern, sondern auch einer neuen künstlerischen Leitung verantwortet wird und einige Neuerungen aufweisen wird.

14.06.2021 11:30 • von Marc Mensch
Das neue Festival-TeamLutz Nennmann, Max Biela, Meinolf Thies und Sonja Hofmann (Bild: Nennmann & Thies)

Die Betreiber des Veranstaltungsortes werden selbst zu den Veranstaltern: Wie Meinolf Thies und Lutz Nennmann als Betreiber der Cineworld Lünen bekannt gaben, übernehmen sie für das traditionell dort abgehaltene, 2020 aber Pandemie-bedingt ausgefallene Kinofest Lünen die Veranstalterrolle, um, so eine Mitteilung, "die Zukunft des Festivals" zu sichern. Dazu haben die beiden Kinomacher die Nennmann & Thies Festival UG neu gegründet.

Das Festival soll unter gleichem Namen, aber mit dem Untertitel "...feiert deutsche Filme!" vom 23. bis 27. November stattfinden. Aufgrund der nach wie vor unberechenbaren Pandemielage wird man bei der Rückkehr des Festivals noch auf eine Eröffnungsfeier verzichten müssen, vorgesehen sind an den fünf Festivaltagen aber 22 Filme.

Verantwortet wird das Programm von einer neuen Festivalleitung: Sonja Hofmann, Geschäftsführerin des Filmbüros Nordrhein-Westfalen übernimmt die künstlerische Leitung von Mike Wiedemann, der sich aus persönlichen Gründen dazu entschlossen habe, die Verantwortung an seine Nachfolgerin zu übergeben. Hofmann sei als als Moderatorin und Mitveranstalterin mehrerer Filmfestivals "in dem Metier mehr als zuhause und in der Szene bestens vernetzt", wie Thies und Nennmann erklären.

Bei den Preisen wird es zu einer erheblichen Straffung kommen. Wurden bislang elf Auszeichnungen vergeben, sollen es in diesem Jahr nur noch vier sein, ab 2022 dann voraussichtlich fünf. Im Gegenzug sollen die Preise deutlich aufgewertet werden, so sollen sie jeweils um bis zu 50 Prozent höher dotiert sein. Zudem erfolge die Straffung auch mit Blick auf eine "gewisse Kurzweiligkeit" bei der Preisverleihung. Zu den Änderungen zählt daüber hinaus die Umbenennung des Angebots für Schulklassen an den Vormittagen, aus "Kinofest plus" wird demnach "Kinofest für Kinager".

Abschließend verweisen die Veranstalter noch auf die Film- und Medienstiftung NRW, die "von Beginn an" Förderer des Kinofestes Lünen sei.