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Arte setzt auf "Anna", Nora Tschirner und Weltgeschichte

Neben einem Schwerpunkt auf die größten Musikerstimmen aller Zeiten hat der Kultursender Arte auch wieder diverse neue Fiction-Formate im Angebot und ein nach "Per Anhalter durch die Galaxis" benanntes Wissensmagazin.

08.06.2021 16:41 • von Michael Müller
"Anna" von Niccolò Ammaniti (Bild: ARTE/Greta De Lazzaris)

Der deutsch-französische Kultursender Arte hat am Dienstag seine Programm-Highlights der zweiten Jahreshälfte vorgestellt. Zu den Prestige-Projekten gehört die Serie "Anna" von Niccolò Ammaniti, in der sich das titelgebende Mädchen in einem von einem tödlichen Virus heimgesuchten Sizilien auf die Suche nach ihrem verschwundenen kleinen Bruder macht. Es ist nach "Ein Wunder" erst die zweite Serie des Italieners, der mit dem Buch "Anna: Die Anarchie der Kinder" auch die Vorlage schrieb.

Dazu bietet Arte die Serie "One Lane Bridge", in der ein Maori-stämmiger Detektiv in einem Mordfall in Neuseeland ermittelt. Im Herbst setzt der Sender dann auch verstärkt in seiner Mediathek auf Serien, etwa mit dem britischen Original "Queer as Folk", der preisgekrönten israelischen Serie "Hamishin - Fünfzig" oder "Foodie Love". Auch widmet Arte Persönlichkeiten wie Christoph Waltz, Agatha Christie und Francis Ford Coppola Filmabende mit Klassiker-Programmierungen von "Mord im Orientexpress" bis "Apocalypse Now".

Vom 16. Juli bis 22 August wird es den Programmschwerpunkt "Summer of Voices" mit beispielsweise Frank Sinatra, Edith Piaf oder Ozzy Osbourne anhand von Dokumentationen und Kultfilmen geben. Auch Joseph Vilsmaiers Spielfilm über die "Comedian Harmonists" ist dabei. Dazu bietet Arte Konzert-Übertragungen etwa vom Festival d'Aix-en-Provence, den Salzburger Festspielen und mit dem Berliner Kultlabel Ostgut Ton sowie die Webserie "Die da!" mit René Kästner und Falk Schacht über die Geschichte des Raps in Deutschland.

Die Schauspielerin Nora Tschirner ("The Mopes") leiht dem neuen Wissenschaftsformat "42" ihre Stimme. Die Sendung soll - wie der Titel schon auf "Per Anhalter durch die Galaxis" anspielt - augenzwinkernd durch die großen und kleinen Fragen der Menschheit navigieren. Auch stehen ab September politische Meilensteine gesondert im Fokus: der 20. Jahrestag des 11. Septembers sowie 30 Jahre das Ende der Sowjetunion. Diverse Dokumentationen analysieren die gesellschaftliche Tragweite, die bis weit in die Gegenwart nachwirkt.