Produktion

Maria Schrader inszeniert in Hollywood

Beflügelt von ihrem Erfolg mit "Ich bin dein Mensch", steht nun die erste Hollywood-Regiearbeit von Maria Schrader fest: In der Universal-Produktion "She Said" wird sie von den beiden Journalistinnen erzählen, die vor vier Jahren Harvey Weinstein zu Fall brachten und die #metoo-Bewegung auslösten. Auch die Hauptdarstellerinnen stehen bereits fest.

08.06.2021 08:17 • von Thomas Schultze
Maria Schrader wird für Universal "She Said" über die Aufdeckung des Weinstein-Skandals inszenieren (Bild: Netflix)

Beflügelt von ihrem Erfolg mit Ich bin dein Mensch", steht nun auch die erste Hollywood-Regiearbeit von Maria Schrader fest: In der Universal-Produktion "She Said" wird sie von den beiden Journalistinnen erzählen, die vor vier Jahren Harvey Weinstein zu Fall brachten und die #metoo-Bewegung auslösten. Auch die Hauptdarstellerinnen stehen bereits fest: Die gerade erst für Promising Young Woman" oscarnominierte Carey Mulligan und Zoe Kazan werden als Megan Twohey und Jodi Kantor zu sehen sein, die im Oktober 2017 in der New York Times als erste die zahlreichen sexuellen Übergriffe des einstigen Hollywood-Moguls Weinstein öffentlich machten.

Drehstart soll im Sommer sein. Bis dahin wird Mulligan die Dreharbeiten an "Spaceman" abgeschlossen haben, für den sie aktuell vor der Kamera steht. Das Drehbuch von Rebecca Lenkiewicz basiert auf dem Tatsachen-Bestseller "She Said: Breaking the Sexual Harassment Story That Helped Ignite A Movement". Der Film soll sich dem Vernehmen nach indes weniger mit Weinstein befassen, sondern im Stil von Die Unbestechlichen" die Arbeit der Journalistinnen durchsetzen, die sich auch durch äußeren Druck und Drohungen nicht einschüchtern ließen. Entsprechend werden auch bei "She Said" alle Schlüsselpositionen von Frauen besetzt sein. Nicht zuletzt wird auch Universal von einer Frau geleitet, die Britin Donna Langley.

Seit Vor der Morgenröte" ist die bis dato vornehmlich als Schauspielerin bekannte Maria Schrader, die ihr Regiedebüt mit Liebesleben" gegeben hatte, eine gefragte Regisseurin. Ihr internationaler Durchbruch gelang ihr im vergangenen Jahr mit dem Netflix-Vierteiler Unorthodox", der ihr einen Emmy als beste Regisseur*in einbrachte. Danach realisierte sie "Ich bin dein Mensch" mit Maren Eggert und Dan Stevens, der bei der digitalen Berlinale im Frühjahr erstmals vorgestellt wurde und dort nicht nur zu den bestbesprochenen Filmen zählte, sondern Eggert auch den Darsteller*in-Bär einbrachte. Nun wird sie die erste deutsche Regisseurin sein, die einen Hollywood-Studiofilm realisiert.