Produktion

Kollektiv "Generation Tochter" mit Film-Debüt

Das Anfang vergangenen Jahres gegründete feministische Filmkollektiv hat bereits zwei Drittel seines ersten abendfüllenden Spielfilms abgedreht. Großes Ziel ist die Festivalsaison 2022.

02.06.2021 14:41 • von Frank Heine
Das Team von "Generation Tochter" (Bild: www.generation-tochter.de)

Im Januar 2020 bildete sich das feministische Filmkollektiv "Generation Tochter", das von elf Mitgliedern auf mittlerweile mehr als 80 Personen angewachsen ist. Die Filmemacher*innen sind mit dem Ziel angetreten, einen abendfüllenden Spielfilm zu drehen, der eine Emanzipations- und Liebesgeschichte als Actionthriller erzählt. Hauptfigur ist die 17-jährige Clara, die mit ihrer Mutter, einer ehemaligen RAF-Terroristin im Untergrund lebt. Von einem skrupellosen BKA-Beamten werden sie dazu erpresst, Raubüberfälle zu begehen.

Neben Alida Stricker als Clara haben Linda Sixt, Jillian Anthony, Bayan Layla und Silvio Hildebrandt die weiteren Hauptrollen übernommen.

Die ersten beiden Filmabschnitte hat das Filmkollektiv bereits hinter sich gebracht. Ende Juni/Anfang Juli sollen die letzten Szenen des Films abgedreht werden, ehe es Mitte Juli in die Postproduktion geht. Dafür läuft noch bis zum 13.6. ein weiteres Crowdfunding. Ab Winter soll der Film auf Festivals eingereicht werden.

"Generation Tochter" hat den Anspruch, diverse Teams zu bilden und Führungspositionen vorrangig mit Frauen zu besetzen und frischgebackenen Filmemacher*innen und Studierenden als Plattform zu dienen. Auf diese Weise will man neue Drehkonzepte ausprobieren, für die es bei klassischen Produktionen nur selten Raum gebe.