Produktion

FFA gleicht pandemiebedingte Verwerfungen bei der Referenzförderung aus

Die FFA stellt eine einmalige strukturelle Sonderförderung für das Kinojahr 2020 für solche Filme zur Verfügung, deren Verwertung von pandemiebedingten Einschränkungen erheblich betroffen waren. Ähnliches gilt für die Kinos - hier arbeitet man allerdings mit einem Pauschalmodell.

31.05.2021 11:00 • von Marc Mensch
FFA-Vorstand Peter Dinges (Bild: FFA)

Selbstverständlich haben die Corona-Pandemie und die dadurch bedingten, monatelangen Kinoschließungen (respektive Öffnungen mit stark reduzierter Auslastung) erhebliche Auswirkungen auf die Referenzförderung der FFA. Filme, die seit Mitte März 2020 ausgewertet wurden, konnten naturgemäß nur einen Bruchteil der Referenzpunkte für die Besuchszahlen erwerben, wie es in einem normalen Jahr möglich gewesen wäre. Dies führte auch zu erheblichen Verwerfungen zwischen Filmen, die im pandemiefreien Teiljahr und solchen, die im pandemischen Teiljahr gestartet sind.

Um an dieser Stelle für einen Ausgleich zu sorgen, stellt die FFA - "in Ergänzung der gesetzlichen Regelungen", wie es heißt - im Wirtschaftsjahr 2021 gemäß § 2 FFG eine einmalige strukturelle Sonderförderung für das Kinojahr 2020 für solche Filme zur Verfügung, deren Verwertung von den pandemiebedingten Einschränkungen erheblich betroffen sind. Der Ausgleich erfolgt dabei auf Basis der Referenzpunktwerte und des Fördervolumens eines pandemiefreien Durchschnittsjahres durch entsprechende Auffüllungen.

Die Antragsfrist für die einmalige Referenz-Sonderförderung Produktion und Verleih beginnt am 1. Juni 2021 und endet am 28. Juni. Weitere Informationen, FAQs und Antragsformulare stehen für Produktion hier und für Verleih hier zum Download bereit.

Auch für die Kinos wird eine einmalige Referenz-Sonderförderung zur Verfügung gestellt, nachdem viele Leinwände die notwendige Mindestzahl der Besucherpunkte nicht erreichen konnten. An dieser Stelle habe man laut FFA-Vorstand Peter Dinges allerdings gemeinsam mit der Branche ein Pauschalmodell entwickeln können, da Kinos "gleichmäßiger von der Pandemie betroffen" gewesen seien. Demnach betrage der Ausgleich für die Leinwände, die den Schwellenwert 2020 nicht erreicht haben - ihn in normalen Jahren aber erreicht hätten - im Rahmen der verfügbaren Mittel maximal 880 Euro.

Die Antragsfrist für die einmalige Referenz-Sonderförderung Kino begann am 28. Mai 2021 und endet am 30. Juni.Weitere Informationen, FAQs und Antragsformulare stehen hier zum Download bereit.

"Die Referenzförderung ist eines der Kernelemente der FFA-Filmförderung", erklärt FFA-Vorstand Peter Dinges. "Deshalb war es uns sehr wichtig, sie auch für das Ausnahmejahr 2020 zu sichern. Weil das Filmförderungsgesetz aber keine pandemiebedingten Verzerrungen kennt, mussten wir eine gerechte und zielführende Lösung entwickeln. Ich bin sehr froh, dass uns dies mit den vereinten Kräften unserer Gremien, der Verbände, BKM und nicht zuletzt der FFA-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter gelungen ist."

Die vollständigen Listen der normal erworbenen Referenzförderungen sind hier abrufbar.