Kino

Neue Corona-Sorgen in Großbritannien

Während die britischen Kinos auf ein erfolgreiches Wiedereröffnungswochenende zurückblicken, soll die indische Corona-Mutation Einschätzungen von Experten zufolge die für 21. Juni vorgesehenen, weitreichenden Lockerungen infrage stellen. Zuletzt hat nun auch Frankreich eine Maßnahme ergriffen, die auch das Festival in Cannes treffen könnte.

27.05.2021 13:51 • von Marc Mensch
"Peter Hase 2" fuhr in Großbritannien zum Start großartige Zahlen ein (Bild: Sony Pictures)

Freud und Leid liegen in Großbritannien derzeit eng beieinander. Gerade erst konnten die Kinos eine Wiedereröffnung feiern, in deren Rahmen rund sieben Mio. Pfund an Ticketumsätzen generiert wurden. Angeführt wurden die Charts von "Peter Hase 2" mit einem Umsatz von rund 5,4 Mio. Euro, dem Oscar-Gewinner Nomadland" mit gut einer Mio. Euro - sowie Godzilla vs Kong" auf Rang 3, obwohl dieser auch in Großbritannien längst über (Premium-)VoD abrufbar ist. Wo die Wiedereröffnung also planmäßig zu dem seit vielen Wochen geplanten Datum vonstatten ging, soll die zunehmende Verbreitung der indischen Corona-Variante Experteneinschätzungen zufolge nun aber die für 21. Juni vorgesehenen, umfassenden Lockerungen der Corona-Maßnahmen auf der Insel mit einem dicken Fragezeichen versehen. Zwar sei es für konkrete Aussagen noch zu früh, allerdings seien besorgniserregende Anstiege der Fallzahlen in einigen britischen Regionen zu beobachten gewesen, die "überwiegend" auf die indische Variante zurückzuführen seien. Insgesamt sind die Fallzahlen aber weiter niedrig.

Unter anderem Deutschland hatte umgehend reagiert, seit 23. Mai ist Großbritannien als "Virusvariantengebiet" eingestuft, was eine Einreise weitgehend unmöglich macht. Nun hat auch Frankreich nachgezogen. Zwar bleibt dort die Einreise weiter möglich - ab 31. Mai müssen sich Reisende aus dem Vereinigten Königreich (ausgenommen sind Einwohner von Frankreich) aber in eine einwöchige Quarantäne begeben. Sollte diese Maßnahme länger als einen Monat aufrecht erhalten werden, könnte sie das für 6. bis 17. Juli geplante Festival in Cannes beeinträchtigen.