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Stankey/Zaslav: "Bestes Unternehmen der Welt"

In einer Telefon-Konferenz offenbarten AT&T-CEO John Stankey und Discovery-Boss David Zaslav weitere Details der geplanten Mega-Fusion.

17.05.2021 18:31 • von Jörg Rumbucher
Discovery-CEO David Zaslav (Bild: Discovery)

In einer Telefon-Konferenz mit Wall Street-Analysten offenbarten AT&T-CEO John Stankey und Discovery-Boss David Zaslav weitere Details ihrer geplanten Mega-Fusion. Diese sieht die Ausgliederung von AT&T-Tochter WarnerMedia (u.a.: Warner Bros., HBO, HBO Max, CNN, TNT und TBS) vor, indem sie mit Discovery (u.a.:Discovery Channel, HGTV, TLC, Food Network, OWN, Animal Planet und Joyn) fusioniert werden soll, wie am 17. Mai offiziell bekannt gegeben wurde.

"Wir denken, dass die Kombination uns zum besten Medienunternehmen der Welt macht", erklärte Zaslav und fügte hinzu, dass das fusionierte Unternehmen 20 Mrd. Dollar für Inhalte ausgeben wird. "Das neue Unternehmen wird mehr für Inhalte ausgeben, als die meisten seiner Branchenmitbewerber", so Stankey weiter.

Ob der aktuelle WarnerMedia-Chef Jason Kilar in dem neuen Gebilde eine Rolle spielen wird, blieb auch nach dem Gespräch unklar: "Jason ist immer noch der CEO von WarnerMedia", so Stankey und merkte an, dass Zaslav "eine Menge Personalentscheidungen zu treffen hat." Zaslav zufolge sei Kilar ein fantastisches Talent, vor allem mit Blick auf die Entwicklung von Hulu, dessen Gründungs-CEO Kilar war. Es komme jetzt darauf an, mit jedem Mitarbeiter bei Discovery und jedem bei WarnerMedia zu sprechen, um herauszufinden, wie die besten Mitarbeiter zum Bleiben bewegt werden können.

Der Discovery-CEO erklärte darüber hinaus, dass die oberste Priorität für ihn darin bestehe, Beziehungen zur kreativen Community aufzubauen. Offenbar erfolgte die Aussage vor dem Hintergrund, dass Kreative wie Christopher Nolan Kritik an Warners Kinorelease-Strategie geübt hatten. "Ich werde überall auf der Welt sein, wo die Kreativen sind, um zu versuchen, die beste kreative Kultur zu schaffen", sagte Zaslav.

Zum Thema Streamingdienste hieß es seitens Zaslavs, dass man herausfinden müsse, wie sich Premium-Inhalte von HBO Max in die Welt der Lifestyle-Angebote von Discovery einbinden ließen. Fest stehe, dass man eine enorme Flexibilität an den Tag legen müsse, um die jeweiligen Streamingangebote zu verpacken. Vorstellbar sein ein übergreifendes Angebot, das alle Inhalte bündele. Blaupause könnte, so ist zu vermuten, die Disney-Strategie sein, die ein Bündelangebot von Disney+, ESPN+ und Hulu vorsieht.

Den Namen des neuen Unternehmens wollten die beiden Manager noch nicht bekannt geben.