Kino

CineStar Bamberg droht das Aus

Die Aussichten auf eine Wiedereröffnung des CineStar Bamberg sind derzeit schlecht: Der Mietvertrag für das Kino ist fristlos gekündigt, CineStar wurde zur Räumung aufgefordert - aktuell befindet man sich aber noch in der juristischen Auseinandersetzung mit dem Eigentümer.

17.05.2021 12:59 • von Marc Mensch
Der Mietvertrag für das CineStar Bamberg wurde seitens des Eigentümers gekündigt (Symbolbild) (Bild: CineStar)

Aktuell sieht es für eine Wiedereröffnung des CineStar Bamberg nach der Pandemie denkbar schlecht aus - Verhandlungen mit den Mitarbeitern hinsichtlich eines Interessenausgleichs und Sozialplans sind jedenfalls bereits aufgenommen, wie CineStar-Geschäftsführer Oliver Fock auf Nachfrage erklärte. Aktuell befindet sich CineStar in einer juristischen Auseinandersetzung mit dem Eigentümer der Immobilie, der Eyemaxx Lifestyle Development 5 GmbH & Co. KG. Diese hatte das Mietverhältnis Ende März fristlos gekündigt und CineStar zur Räumung aufgefordert, dem sei man aber vorbehaltlich einer Klärung der Rechtslage bislang nicht nachgekommen.

Zur Vorgeschichte heißt es seitens CineStar: "Wir betreiben das CineStar Bamberg seit Ende 2000 und haben den Kinointeressierten der Stadt Bamberg seitdem - in den letzten Jahren unter schweren Bedingungen in einem sonst leerstehenden Center - hervorragende Filmerlebnisse geboten. Anfang Juli 2020 wurden im Rahmen der von der Gebäudeeigentümerin begonnenen Abrissarbeiten im und am Center massive Eingriffe in Gebäudeeinrichtungen vorgenommen, die u.a. für die Sicherheit unserer Kinogäste Relevanz haben. Im August 2020 hat sich die Eyemaxx Lifestyle Development 5 GmbH & Co. KG als Eigentümerin des Atriums im Rahmen eines gerichtlichen Vergleiches dazu verpflichtet, ein ordnungsgemäßes Brandschutzgutachten vorzulegen, das den Betrieb des Kinos ermöglicht. Dieser Verpflichtung ist die Eigentümerin nach Auffassung vom CineStar nicht nachgekommen."

Seit Beginn der Abrissarbeiten sei das Kino von CineStar nicht mehr in Betrieb genommen worden, da "die Sicherheit unserer Gäste absoluten Vorrang hat", so Oliver Fock. Dass der Betrieb doch noch wieder gestartet werden könnte, erscheint unter den aktuellen Vorzeichen unwahrscheinlich - auch wenn sich nicht zuletzt Bambergs Bürgermeister Andreas Starke für den Erhalt des Hauses stark macht.