Kino

Cineworld schließt Auswertungsabkommen mit Disney

Nach Cinemark hat sich auch Cineworld, Mutter der zweitgrößten US-Kette Regal, mit Disney über die Bedingungen künftiger Filmeinsätze geeinigt. Der Deal, der nur einen Tag nach einem Abkommen mit Universal verkündet wurde, bedeutet auch, dass Cineworld Filme zeigt, die zeitgleich auf Disney+ erscheinen.

14.05.2021 17:39 • von Marc Mensch
Cineworld wird seine Kinos in Großbritannien ab dem 17. Mai wieder öffnen (Bild: IMAGO/Parsons Media)

Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Tagen noch mehr Meldungen dieser Art zu schreiben sind. Nachdem die Nummer 3 des US-Marktes, die Kette Cinemark, jüngst bekanntgegeben hatte, mit sämtlichen Majors Abkommen über den Einsatz ihrer Filme getroffen zu haben, zieht aktuell Cineworld nach, zu der mit Regal die zweitgrößte Kinokette der USA zählt.

Cineworld hatte sich im vergangenen Jahr noch extrem skeptisch zum bahnbrechenden Abkommen geäußert, das Mitbewerber AMC mit Universal eingegangen war; Ende März zog man dann aber zunächst mit einem Abkommen mit Warner nach, bevor man gestern auch einen eigenen Deal mit Universal bestätigte. Und schon heute wird bekannt, dass Cineworld auch zu einer Einigung mit Walt Disney gelangt ist, die sich auf die Cineworld-Häuser in den USA und Europa erstreckt - und die unter anderem dafür sorgen wird, dass auch jene Disney-Titel, die zeitgleich zum Kinostart als Premium-Angebote auf Disney+ landen (dies ist aktuell für Cruella", Black Widow" und Jungle Cruise" angekündigt) auf den Leinwänden von Cineworld bzw. Regal ausgewertet werden.

Details zum Vertrag mit Disney wurden noch nicht bekannt, der Universal-Deal soll sich allerdings an dem orientieren, was das Studio bereits mit anderen Kinoketten (darunter auch der kanadischen Cineplex) vereinbart hatte. Demnach sollen Filme, die mehr als 50 Mio. Dollar am Startwochenende einspielen, in den USA mindestens 31 Tage kinoexklusiv bleiben, andere Titel können bereits nach 17 Tagen online ausgewertet werden. Für Großbritannien wiederum soll gelten, was die Kette dort schon mit Warner ausgehandelt hatte: Ein Mindestfenster von 31 Tagen bzw. 45 Tagen bei Erreichen gewisser Umsatzziele. Für die USA soll Cineworld mit Warner hingegen grundsätzlich 45 Tage vereinbart haben.