Kino

Frankfurter Eldorado gerettet

Weniger als einen Monat, nachdem Frankfurts ältestes Kino aufgegeben wurde, hat sich ein neuer Betreiber für das Eldorado gefunden - kein Unbekannter in der Mainmetropole.

13.05.2021 19:46 • von Marc Mensch
Das Eldorado wird Teil der Arthouse Kinos Frankfurt (Bild: Filmtheaterbetriebe Jaeger)

Als die Betreiberfamilie Jäger Ende April bekannt gab, das Frankfurter Eldorado nach über einjähriger pandemiebedingter Schließung nicht wieder öffnen zu wollen und den Standort aufzugeben, verband sie diese Nachricht mit der Hoffnung, dass sich ein neuer Betreiber finden werde - und es hat tatsächlich nicht einmal einen Monat gedauert, bis die Rettung des Traditionshauses bekannt gegeben werden konnte.

Das älteste Kino Frankfurts wird demnach künftig zum Verbund der Arthouse Kinos Frankfurt gehören. Unter diesem Dach betreibt Christopher Bausch seit Anfang 2016, als er die Häuser von Harald Vogel übernommen hatte, das Harmonie mit zwei Sälen und knapp 300 Plätzen am Lokalbahnhof in Sachsenhausen sowie das Cinema an der Hauptwache mit drei Sälen und rund 400 Plätzen.

Das von der Familie Jäger "stets gepflegte" Einzelhaus mit Platz für knapp 200 Besucher, dessen Geschichte bis zum Jahr 1912 zurückreicht, werde ab der Wiedereröffnung der Kinos in das Konzept der Arthouse Kinos Frankfurt integriert und das Filmangebot in der Stadt neben Harmonie und Cinema "durch ein vielfältiges und ausgewähltes Programm weiter bereichern".

Bausch, der auch das Casino Aschaffenburg betreibt, betont in der Mitteilung, dass den Eigentümern der Eldorado-Immobilie, der Familie Bißwanger, dessen Erhalt und die Nutzung als Kino stets von großer Bedeutung gewesen sei, dementsprechend habe man einen langfristigen Vertrag geschlossen. Nun fiebere das Team der Arthouse Kino Frankfurt umso mehr einer bundesweiten Wiedereröffnung der Kinos entgegen, die man sich spätestens für Juli erhoffe.