Produktion

Sasha Bühler über die Netflix-Filmstrategie: "Wir haben Lust auf Neues"

Seit Ende 2019 verantwortet Sasha Bühler die deutsche Filmproduktion bei Netflix. Wir sprachen mit ihr über bereits Geleistetes, die Herausforderungen und die langfristige Strategie.

13.05.2021 09:01 • von Thomas Schultze
Sasha Bühler: "Was wir bei Netflix machen, betrachten wir als additiv zum Kino" (Bild: James Gillham)

Seit Ende 2019 verantwortet Sasha Bühler die deutsche Filmproduktion bei Netflix. Wir sprachen mit ihr über bereits Geleistetes, die Herausforderungen und die langfristige Strategie.

Was ist Ihre genaue Stellenbeschreibung bei Netflix? Was sind Ihre Aufgaben? Wie sind die Kompetenzen verteilt?

SASHA BÜHLER: Angefangen habe ich im Dezember 2019 als Director International Original Film in London. In meinen Verantwortungsbereich fällt mittlerweile alles, was mit Filmproduktion aus dem deutschsprachigen Raum heraus zu tun hat. Es geht darum, ein möglichst breites, starkes und diverses Angebot an Filmen für Netflix umzusetzen. Seit 2019 sind wir nun auch am Standort Berlin, einige Kollegen sind von Amsterdam nach Berlin gezogen, andere wurden neu eingestellt, unser Team wächst kontinuierlich. Ich selbst werde im Herbst nach Berlin umziehen. Unser deutsches Content-Team ist gut aufgestellt, im fiktionalen - wie auch im non-fiktionalen Bereich. Neben den Filmen gibt es längst gut etablierte und erfolgreiche Serien wie Dark", Barbaren", "How to Sell Drugs Online (Fast)" und Biohackers" ebenso Dokumentationen wie "Rohwedder: Einigkeit und Recht und Freiheit ", Shows wie "Das Hausboot" oder "Tropical" von Stand-Up-Comedian Hazel Brugger.

Das wollen Sie noch steigern?

SASHA BÜHLER: In 2019 hatten wir sieben deutschsprachige Netflix-Eigenproduktionen am Start, 2020 waren es bereits mehr als 20. Wir investieren verstärkt in den deutschsprachigen Markt und sind über die Jahre immer mehr in Deutschland angekommen. Und vor Ort lässt sich natürlich noch vieles besser machen. Ich freue mich schon, wenn ich nach der Pandemie mit meinen Kollegen an einem Tisch sitzen kann, genauso wie mit allen unseren Partnern. Da fällt Austausch und Vernetzung leichter als in einem Videocall. Bei Netflix sind Zusammenarbeit und Transparenz ausgesprochen wichtig. Entsprechend sieht auch das gemeinsame Arbeiten aus.

Nach welchen Stoffen suchen Sie bei Netflix in Deutschland? Gibt es einen Netflix-Film? Was muss er mitbringen?

SASHA BÜHLER: An erster Stelle steht, dass wir erstklassige Geschichten über Genre-Grenzen hinweg erzählen wollen. Dabei wollen wir nicht Altbekanntes wiederholen, vielmehr haben wir Lust auf das Neue, das Originelle, das Ungewöhnliche. Gerne wollen wir diverse Geschichten erzählen; Geschichten mit einer neuen und frischen Perspektive. Wir glauben an eine gute Idee, eine starke Vision. Wir wollen Filme und Serien machen, über die man diskutiert, die für Gesprächsstoff sorgen, über die man sich austauscht. In Amerika nennt man das "water cooler talk", in Deutschland ist es wohl eher der Kaffeeautomat, um den man sich versammelt und über das unterhält, was man am Wochenende oder Abend davor gesehen hat. Wir wollen einen Nerv treffen.

Welches Publikum haben Sie im Auge? Wie wichtig ist es, dass die deutschen Produktionen auch international Anklang finden?

SASHA BÜHLER: Am Beispiel von Serien wie "Dark", "Barbaren", "How to sell Drugs Online (Fast)" und Unorthodox" oder Filmen wie Kidnapping Stella", Isi & Ossi" und Freaks - Du bist eine von uns" haben wir gesehen, dass deutsche Netflix-Produktionen auch international sehr erfolgreich sind. Es ist eine spannende Erkenntnis, dass lokal produzierte Filme und Serien im Original mit Untertiteln oder eben auch synchronisiert ein größeres Publikum außerhalb ihres Entstehungslandes finden. Sprache und Herkunftsland sind kein Hindernis mehr. Für uns heißt das, dass wir mit Netflix in Deutschland Projekte entwickeln, die überall auf der Welt kulturübergreifend verstanden werden können und dabei Kultur und Lebensweisen aus dem deutschsprachigen Raum transportieren. Wir drehen große Blockbuster, aber genauso realisieren wir kleinere, ungewöhnliche Filme, die dennoch ihr Publikum erreichen. Wir haben 208 Millionen Abonnenten in 190 Ländern auf der Welt. Unser Ziel ist es, sie immer so gut wie möglich zu unterhalten. Die bestehenden Abonnenten sollen weiterhin viele neue Serien und Filme auf unserem Service entdecken können, gleichzeitig wollen wir auch neue Zuschauerinnen und Zuschauer dazugewinnen. Wir treffen auch deshalb mutige Programmentscheidungen und probieren viel aus, um möglichst viele unterschiedliche Geschmäcker zu berücksichtigen. Wir wollen das deutschsprachige Publikum unterhalten und freuen uns, wenn Produktionen auch international erfolgreich sind und wir so Talenten eine weltweite Bühne bieten können.

Ist es vorstellbar, dass Sie Ihre Filme vielleicht auch im Kino auswerten werden, wenn es wieder möglich ist? Findet ein Dialog mit Kinoverbänden/-betreibern statt?

SASHA BÜHLER: Wir sind immer offen für neue Wege und Partnerschaften und befinden uns im ständigen Dialog mit Filmemachern, genauso wie mit Kinobetreibern und Verleihern. Wir wollen einfach das Beste für jede unserer Produktionen. Bei jedem einzelnen unserer Titel überlegen wir uns, wie man ihn optimal unterstützen kann. Wichtig ist der Austausch und die Suche nach flexiblen Lösungen.

Welche Erfahrungen hat Netflix bei den ersten deutschen Original-Filmen gemacht? Wie werden sie angenommen?

SASHA BÜHLER: Die Resonanz hat die Erwartungen übertroffen. Gerade "Isi & Ossi" und "Kidnapping Stella", die mein Kollege Kai Finke verantwortet hat, waren große Erfolge beim Publikum, in Deutschland, aber eben auch im Ausland. Das hat uns ermutigt, unser Engagement im Bereich Spielfilm noch einmal deutlich zu verstärken. Sehr gefreut hat uns auch, dass der in Zusammenarbeit mit dem ZDF - Das kleine Fernsehspiel entstandene Film "Freaks - Du bist eine von uns" so gut funktioniert hat. Insofern wollen wir im Bereich der Koproduktion auch weiterhin für das Zusammenspiel mit Fernsehsendern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz offen sein.

Was unterscheidet die Stoffe, die Sie bei Netflix realisieren wollen, von traditionellen Kinoproduktionen?

SASHA BÜHLER: Da sind die Grenzen fließend. Manchen Netflix-Film hätte man sicherlich auch klassisch im Kino erfolgreich auswerten können. Unser Vorteil ist, dass wir uns breiter aufstellen und Projekte realisieren können, die im Kino keine Chance gehabt hätten. Sehen Sie sich Blood Red Sky" an, der im Juli bei uns starten wird. Peter Thorwarth hat 15 Jahre vergeblich versucht, den Stoff als Kinofilm umzusetzen. Wie gesagt: Deutsches Genre tut sich schwer. Für Netflix ist es dagegen ein idealer Stoff. Wir haben kräftig in die VFX investiert und mit den Creature-Prosthetics-Spezialisten gearbeitet, die schon bei "Harry Potter" mit dabei waren. Wir haben einen außergewöhnlichen Cast versammelt, von deutscher Seite unter anderem Peri Baumeister, Kais Setti und Alexander Scheer, aber auch international bekannte Namen wie Dominic Purcell aus Prison Break". Der Film ist richtig gut geworden und wir sind überzeugt, dass wir damit auch weltweit reüssieren können. Was wir bei Netflix machen, betrachten wir als additiv zum Kino.

Wie lässt sich der Auswahlprozess beschreiben?

SASHA BÜHLER: Wir haben große Entscheidungsfreiheit. Wenn uns ein Stoff gefällt, können wir relativ schnell loslegen. Natürlich gibt es ein jährliches Budget, das wir nicht überschreiten sollten, aber unbedingt ausschöpfen können. Das gibt einem einen großen Spielraum. Aber wie bereits gesagt: Wir müssen überzeugt davon sein, dass es sich um spannende Geschichten handelt, die unseren Abonnenten gefallen oder vielleicht auch Nicht-Abonnenten überzeugen, es mit Netflix zu probieren. Dabei gibt es keinen festgelegten Ablauf. Bei Munich (AT)" zum Beispiel sind wir sehr früh eingestiegen, haben das Buch optioniert, einen Produzenten gefunden, einen Autor beauftragt, Christian Schwochow als Regisseur an Bord geholt und gemeinsam den Castingprozess vorangetrieben. "Blood Red Sky" war dagegen als Projekt schon sehr viel weiter.

Wie ist die Resonanz in der kreativen Gemeinde?

SASHA BÜHLER: Die Resonanz ist großartig und die Qualität der eingereichten Stoffe ist hoch. Es wird uns sehr, sehr viel angeboten. Das ist auch der Grund, warum es manchmal etwas dauern kann, bis wir uns zurückmelden. Jeder Stoff will gesichtet und evaluiert sein...

Was fällt Ihnen auf bei den Stoffen, die Ihnen angeboten werden?

SASHA BÜHLER: Viele Filmemacher wissen, dass es bei uns keine bestimmten Programmplätze gibt, wo es ein gewisses Schema zu bedienen gilt. Was uns angeboten wird, ist so bunt und divers wie die Welt, von der diese Geschichten erzählen. Man kommt zu uns, weil man weiß, dass wir experimentierfreudig sind. Wir sind begeistert von den vielen außergewöhnlichen Talenten und Filmschaffenden im deutschsprachigen Raum. Ein gutes Beispiel, wie sich eine Zusammenarbeit optimal entwickeln kann, ist aktuell Matthias Schweighöfer. Viele waren vielleicht überrascht, ihn als Teil des Casts im unlängst veröffentlichten Trailer von Zack Snyders Army of the Dead" zu sehen. Er spielt seine Figur so gut und und hatte so viel Spaß daran, dass wir gleich beschlossen haben, diese Geschichte in einem Prequel zu erzählen - so entstand "Army of Thieves". Matthias hat die Hauptrolle übernommen, Regie geführt und einen internationalen Cast u. a. mit Nathalie Emmanuel aus Game of Thrones" um sich versammelt. Jetzt ist er gerade in London und steht für The Swimmers" vor der Kamera, ein Projekt, das Netflix zusammen mit Working Title realisiert.

Können Sie kurz skizzieren, welche Projekte seit Ihrem Start bei Netflix Ende 2019 angestoßen wurden?

SASHA BÜHLER: Als ich angefangen habe, hatte mein Chef David Kosse, der für die komplette Filmproduktion von Netflix in EMEA, also Europa, Naher Osten und Afrika verantwortlich zeichnet, bereits von London aus "Blood Red Sky", "Army of Thieves" und "Munich" angestoßen. Diese Projekte habe ich übernommen. "Blood Red Sky", produziert von Rat Pack Filmproduktion, wurde im letzten Jahr gedreht und ist so gut wie fertiggestellt. "Munich (AT)" basiert auf dem Bestseller von Robert Harris, ein historischer Thriller, der mit Jeremy Irons, Jessica Brown Findlay und George McKay sowie von deutscher Seite mit Jannis Niewöhner, Liv Lisa Fries, Sandra Hüller und August Diehl absolut hochkarätig besetzt ist. Wir haben die ersten Schnittfassungen von Christian Schwochow gesehen und sind sehr begeistert. "Army of Thieves" wurde von Pantaleon, der Produktionsfirma von Matthias, mit Zack und Debbie Snyder produziert und bietet Entertainment pur. Ein echter Kracher!

Und jetzt zu den neuen Projekten, die bereits vor der Kamera sind...

SASHA BÜHLER: Im März haben bei Prag die Dreharbeiten zu Im Westen nichts Neues" begonnen, inszeniert von Edward Berger, eine Produktion der Amusement Park, Malte Grunert und Producer Daniel Driefuss. Um diesen Film habe ich gekämpft wie eine Löwin, als das Projekt auf dem EFM der Berlinale 2020 erstmals angeboten wurde. Erich Maria Remarques Buch gilt bis heute als der Antikriegs-Roman schlechthin. Wir sind überaus stolz, dass Edward Berger diesen Stoff jetzt, mehr als 90 Jahre nach der ersten Verfilmung, mit einem großartigen Cast für Netflix erneut zum Leben erwecken wird. Es ist kein leichter Dreh, während Corona schon doppelt nicht, es wird mit großem Aufwand und körperlichem und emotionalem Einsatz gearbeitet. Die Muster, die ich bisher gesehen habe, sind absolut beeindruckend. Und wir haben eine tolle Besetzung mit Albrecht Schuch, Aaron Hilmer, Edin Hasanovic und Daniel Brühl. Für die Hauptrolle haben wir ein neues Gesicht gefunden, Felix Kammerer vom Wiener Burgtheater - er ist wunderbar in der Rolle. Bereits abgedreht ist außerdem "Das Privileg", ein Young-Adult-Horrorfilm, produziert von Bavaria Fiction, den Felix Fuchssteiner und Katharina Schöde nach einem Originaldrehbuch von Sebastian Niemann und Eckhard Vollmar inszeniert haben. In den Hauptrollen spielen Max Schimmelpfennig, Lea van Acken, Roman Knizka und Lise Risom Olsen. In Kürze wird der erste Schnitt vorliegen.

Können Sie weitere Titel nennen, die für 2021 geplant sind?

SASHA BÜHLER: Rumspringa" von Regisseurin Mira Thiel ist ein Constantin Film-Projekt, produziert von Friederich Oetker, eine Culture-Clash-Komödie um einen jungen Amish-Mann, der mitten im Hipster-Berlin landet, mit Timur Bartels, Jonas Holdenrieder, Tijan Marei und Gizem Emre. Von Constantin Television und Moovie stammt das Crime-Drama "Der Parfumeur", Produzentin ist Heike Voßler. Der Spielfilm wird inszeniert von Nils Willbrandt, die Hauptfiguren werden von Emilia Schüle und Ludwig Simon gespielt, in weiteren Rollen sind Robert Finster, Sólveig Arnarsdóttir, Anne Müller, Cornelia Heyse zu sehen, als Gast ist August Diehl dabei. Der Dreh hat gerade begonnen. Wie dem Titel unschwer zu entnehmen ist, lehnt sich dieser Film an Motive von Patrick Süskinds Roman "Das Parfum" an. Die Idee zu dem Projekt entstand vor einiger Zeit in Gesprächen von Executive Producer Oliver Berben und Kai Finke nach der Herausbringung der von Netflix und dem ZDF koproduzierten Serie Parfum". Ebenfalls von Constantin Television kommt das Horror-Action-Drama "Saalheim (AT)", produziert von Benjamin Munz und Florian Schneider, das Andy Fetscher nach seinem eigenen Drehbuch inszeniert. Als Drehstart ist Juni angedacht. Und schließlich kann ich aktuell noch "Für Jojo" von Oberon Film ankündigen. Kids Run"-Regisseurin Barbara Ott dreht die freche Coming-of-Age-Komödie mit Caro Cult in der Hauptrolle, die alles in ihrer Macht Stehende unternimmt, um die Hochzeit ihrer besten Freundin zu stoppen. In weiteren Rollen sind Nina Gummich, Steven Sowah, Louis Nitsche, Catrin Striebeck und Anne Zander zu sehen. Und natürlich freuen wir uns auch auf die Herausbringung von Schwarze Insel", Prey" und "Treffen sich Vier".

Wie sieht die Abstimmung mit Ihren Netflix-Kollegen aus?

SASHA BÜHLER: Es herrscht ein sehr partnerschaftliches Miteinander mit Kai Finke, Steffi Ackermann, Eva van Leeuwen, Lisa Kreimeyer und Alice Dill, wie auch mit den Kollegen aus dem non-fiktionalen Bereich. Natürlich gibt es Fälle, wo man diskutiert, welches Format das Geeignete für den einzelnen Stoff ist. Am Ende hat aber jeder in seinem Bereich die Entscheidungshoheit. Wir haben ein Augenmerk darauf, regelmäßig ein breites, abwechslungsreiches Spektrum anbieten können. Dazu gehört übrigens auch eine Abstimmung mit dem internationalen Angebot bei Netflix.

Welche Rolle spielt Diversität und Inklusion?

SASHA BÜHLER: Unlängst erst hat Netflix angekündigt, 100 Millionen Dollar weltweit für Initiativen bereitzustellen, die Diversität und Inklusion unterstützen. Daran lässt sich ablesen, dass diese Themen einen sehr hohen Stellenwert bei uns besitzen. Mir persönlich war schon lange die Förderung von Frauen in der deutschsprachigen Medienlandschaft ein Anliegen. Dafür habe ich immer schon gekämpft, daran hat sich seit ich bei Netflix bin nichts geändert. Wir unterstützen Into the Wild, ein Mentoringprogramm für junge Filmemacherinnen. Und wir suchen ständig nach Wegen, wie wir die Situation verbessern und auch selbst besser werden können. Chris Mack in Amsterdam leitet unsere Grow Creative Initiative, und mit ihm treffen wir vom Team DACH uns regelmäßig, um zu besprechen, wie wir im deutschsprachigen Raum noch besser unterstützen können, um mehr Diversität zu ermöglichen und auch den Nachwuchs zu fördern und auszubilden.

Sie haben in 18 Monaten schon sehr viel auf die Beine gestellt. Wie sieht Ihre mittel- und langfristige Perspektive für den deutschen Film bei Netflix aus?

SASHA BÜHLER: Wir haben das klare Ziel, uns langfristig in Deutschland, Österreich und Schweiz zu etablieren. Wir wollen eng mit der Kreativgemeinde zusammenarbeiten, mit Talenten neue Wege gehen und neue Talente aufbauen. Wir wollen gute Partner sein und die Medienlandschaft bereichern und unterstützen. Und vielleicht gelingt es uns, sie durch unsere Experimentierfreude und mutige Entscheidungen auch ein bisschen vielfältiger zu machen.

Das Gespräch führte Thomas Schultze.