Kino

Kinoperspektiven in Niedersachsen

Open-Air-Kinoveranstaltungen sind in Niedersachsen auch abseits von Autokinos seit heute wieder möglich - begrenzt auf maximal 250 Personen. Reguläre Kinovorstellungen werden nach aktuellem Stand voraussichtlich ab 31. Mai stattfinden können.

10.05.2021 12:16 • von Marc Mensch
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (Bild: IMAGO/Christian Spicker)

Nicht nur in Bayern sind heute mehrere Lockerungsschritte in Kraft getreten, sondern unter anderem auch wieder in Niedersachsen. Doch während der Freistaat in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit stabiler Inzidenz unter 100 auch Kinoveranstaltungen im Innenraum wieder erlaubt (wenngleich unter extrem restriktiven Bedingungen, die AG Kino-Gilde hatte das Vorpreschen bereits zum Anlass für neuerliche, deutlich Kritik am Vorgehen der Länder genommen), müssen diese in Niedersachsen noch warten - obwohl das RKI dort im Lagebericht von Sonntag mit einer landesweiten Sieben-Tage-Inzidenz von 83 einen der bundesweit niedrigsten Werte bilanziert hatte. Bayern lag laut RKI mit zuletzt 119 exakt im Bundesdurchschnitt.

Open-Air-Kinoveranstaltungen sind auch abseits von Autokinos in Niedersachsen jedoch seit heute wieder mit bis zu 250 Besuchern erlaubt; Zugangserfordernis ist eine negative Testung, eine vollständige Impfung oder eine Genesung.

Die aktuelle nidersächsische Corona-Verordnung hat eine Laufzeit von drei Wochen bis zum 30. Mai. Für den 31. Mai sind - eine positive Entwicklung des Infektionsgeschehens vorausgesetzt - dann weitere Öffnungsschritte in Aussicht gestellt. So ist nicht nur eine "vorsichtige Öffnung" der Innengastronomie mit einer Kapazitätsbegrenzung von 50 Prozent anvisiert - sondern auch Kinoveranstaltungen sollen im nächsten Schritt mit 50prozentiger Auslastung wieder ermöglicht werden, grundsätzlich aber wohl zusätzlich mit einer maximalen Deckelung auf 250 Teilnehmer. Offen ist noch, inwieweit die grundsätzliche Maskenpflicht Ausnahmen für den Verzehr am Platz zuließe, analog zur Behandlung der Innengastronomie wäre ein Verbot aber vermutlich nur schwer zu begründen.

Im schleswig-holsteinischen Lübeck startet an diesem Samstag (15. Mai) ein Modellprojekt, in dessen Rahmen das CineStar Stadthalle mit 50prozentiger Belegung und Verzehrmöglichkeit öffnet. Das Bundesland weist mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 (RKI von gestern) den bundesweit niedrigsten Durchschnittswert auf.

Kinoöffnungen sind in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 - sowie bei Einhaltung des Kriteriums, "dass die maximale Auslastung der Bettenkapazität von 1300 COVID-19 Erkrankten auf der Normalstation unterschritten ist" - ab sofort auch wieder in Sachsen möglich. Allerdings liegen laut letzter RKI-Zahlen die Inzidenzen in sämtlichen Landkreisen mit Ausnahme von Leipzig noch - und das teils sehr deutlich - über dieser Marke.