Produktion

Medienboard fördert Kosten für Intimitätskoordination

Am Tag nach einem Webtalk zur "Intimitätskoordination bei Film- und Fernsehproduktionen" hat das Medienboard angekündigt, entsprechende Kosten ab sofort als förderfähige Ausgaben anzuerkennen.

30.04.2021 12:32 • von Marc Mensch
Medienboard-Geschäftsführerin Kirsten Niehuus (Bild: Medienboard Berlin-Brandenburg)

In einem Webtalk des Medienboard sprach Eva Hubert (Themis) gestern mit Vertreter*innen der UFA-Produktion Even Closer - hautnah" über die Intimitätskoordination bei Film- und Fernsehproduktionen - und heute kündigte der Förderer an, die Kosten für eine solche Koordination ab sofort anzuerkennen. Damit einher geht die "dringende Empfehlung", eine ausgebildete Intimitätskoordination zu beauftragen, "um missbräuchlichen oder missverständlichen Situationen vorzubeugen".

Dazu Medienboard-Geschäftsführerin Kirsten Niehuus: "Keine Überraschungen, keine Improvisation, sondern klare Absprachen und Transparenz für alle Beteiligten machen Dreharbeiten von intimen Szenen sicher. Damit immer häufiger eine Intimitätskoordination zum Einsatz kommt, fördert MBB die Kosten."

Und Eva Hubert erklärt: "Die Themis Vertrauensstelle will Betroffene vor sexueller Belästigung an ihrem Arbeitsplatz in der Kulturbranche schützen. Der Einsatz von Intimitätskoordination ist eine ausgesprochen hilfreiche präventive Maßnahme, um sensibel mit den Grenzen der Beteiligten umzugehen. Wir empfehlen ihren Einsatz sehr."