Kino

Österreichischer Filmpreis 2021: "Hochwald" führt mit neun Nominierungen

Bei den heute bekanntgegebenen Nominierungen zum Österreichischen Filmpreis 2021 konkurrieren "Ein bisschen bleiben wir noch", "Hochwald" und "The Trouble With Being Born" um den Hauptpreis als bester Spielfilm. Mit neun Nennungen führt Evi Romens Regiedebüt "Hochwald".

29.04.2021 13:32 • von Barbara Schuster
"Hochwald" erhielt 9 Nominierungen (Bild: Flo Rainer/Amour Fou)

Evi Romens Regiedebüt Hochwald" führt mit neun Nennungen die Liste der Nominierungen zum Österreichischen Filmpreis 2021 an, die heute in einer Onlineübertragung bekanntgegeben wurden. "Hochwald" kann sich Hoffnungen auf die Auszeichnung als bester Film machen, für das beste Drehbuch (Evi Romen) und die beste Kamera. Die beiden Darsteller Thomas Prenn und Noah Saavedra sind in der Haupt- bzw. Nebendarstellerkategorie vorgeschlagen. Romens Regieleistung wurde hingegen nicht nominiert.

Sechs Nominierungen erhielt Sandra Wollners The Trouble with Being Born", der seine Weltpremiere auf der Berlinale 2020 feierte. Er ist ebenfalls als bester Spielfilm nominiert, sowie für das beste Drehbuch und für die beste Regie. Ebenfalls sechs Nennungen konnte Waren einmal Revoluzzer" auf sich verbuchen, der in den Darstellerkategorien dominiert mit Julia Jentsch als beste weibliche Hauptrolle sowie Manuel Rubey und Marcel Mohab jeweils als beste männliche Darsteller. Arash T Riahis Romanverfilmung Ein bisschen bleiben wir noch" kann auf fünf Nominierungen blicken. Sie komplettiert das Trio in der Kategorie bester Spielfilm und erhielt zudem Nennungen für die beste Regie und die beste weibliche Hauptrolle (Christine Ostermayer). In die Regiekategorie reiht sich neben Sandra Wollner und Arash T. Riahi auch noch Patrick Vollrath mit 7500", der sich auch Hoffnungen auf die Auszeichnung für das beste Drehbuch machen kann (Vollrath zusammen mit Senad Halilbasic).

Um den Preis als bester Dokumentarfilm konkurrieren Dieser Film ist ein Geschenk" von Anja Salomonowitz, Sabine Derflingers "Die Dohnal" und der in Sundance bereits erfolgreiche Epicentro" von Hubert Sauper.

Bei der Onlineübertragung sprach Akademie-Präsident Stefan Ruzowitzky eingangs den Mangel an Diversität bei den Filmschaffenden an. Die aktuelle Diskussion zur Diversität habe die Akademie dazu veranlasst, auch mal in die österreichische Filmszene zu blicken: "Nicht so gut sieht es vor allem bei den den Gewerken aus. Da würden wir uns wünschen, dass mehr junge Leute mit Migrationshintergrund vermehrt versuchen zu uns zu kommen." Vor der Kamera zeichne sich ein schwierigeres Bild ab, so Ruzowitzky. Zum einen gebe es zwar internationale Stars wie Murathan Muslu, zum anderen sei das Rollenangebot gerade für Frauen mit Migrationshintergrund eher bescheiden. "Wir müssen uns alle an der Nase nehmen und mehr Figuren schreiben, wie sie in unserer realen diversen Gesellschaft auch auftreten." Auch Produzenten, Caster und Regisseure sollten Rollen diverser besetzen.

Aus der Reihe der Nominierten wählen die knapp 600 Mitglieder der Akademie des Österreichischen Films die Sieger. Die Gewinner werden erstmals im Globe Wien am 8. Juli gefeiert. Der ORF bietet dazu einen Livestream an und sendet tags darauf einen Zusammenschnitt. Alle Nominierten finden Sie hier.