Kino

"Nomadland"-Regisseurin Chloé Zhao schreibt Oscar-Geschichte

Als erste farbige Frau hat Chloé Zhao den Regie-Oscar gewonnen.

26.04.2021 05:16 • von Jochen Müller
Chloé Zhao nahm als erste farbige Frau den Regie-Oscar entgegen (Bild: Todd Wawrychuk / A.M.P.A.S.)

Es war eine geschichtsträchtige Oscarverleihung, die soeben zu Ende gegangen ist. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die 93. Oscarverleihung im wichtigsten Bahnhof von Los Angeles, der Union Station, statt.

Und auch eine Preisträgerin schrieb Geschichte: Chloé Zhao, die zuvor schon den DGA Award gewonnen hatte, wurde für Nomadland" als erste Woman of Color für die beste Regie ausgezeichnet. Im Rennen um den Oscar als bester Film wurde ihr u.a. mit dem Goldenen Löwen, dem Golden Globe und zahlreichen Kritikerpreisen ausgezeichnete Roadmovie seiner Favoritenrolle gerecht und gewann den Academy Award.

Die Oscars für die besten Hauptdarsteller*innen gingen an Frances McDormand für "Nomadland" und Anthony Hopkins ("The Father"), als beste Nebendarsteller*innen wurden Yuh-Jung Youn (Minari") und Daniel Kaluuya (Judas and the Black Messiah") ausgezeichnet. Der Oscar für die beste Kamera ging an Erik Messerschmidt (Mank"), für das beste Originaldrehbuch wurde Emerald Fennell (Promising Young Woman"), für das beste adaptierte Drehbuch Christopher Hampton und Florian Zeller (The Father") ausgezeichnet. Der Oscar für den besten internationalen Film ging an Thomas Vinterbergs Der Rausch", als bester Animationsfilm wurde Soul" prämiert.

Die meisten Oscars - drei an der Zahl - gingen an "Nomadland", der zehnfach nominierte "Mank" wurde zweimal ausgezeichnet, ebenso "The Father", "Judas and the Black Messiah", "Ma Rainey's Black Bottom", "Soul" und "Sound of Metal". Unter den Studios/Streamern holte Netflix mit sieben die meisten Oscars.

Alle Oscar-Gewinner im Überblick.