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Spidey künftig auch bei Disney

Disney und Sony haben jetzt eine Vereinbarung geschlossen, wonach alle Kinotitel von Sony in den USA aus den Jahren 2022 bis 2026 sowie zahlreiche Librarytitel nach ihrer Kinoauswertung und der vor gut einer Woche mit Netflix vereinbarten Streamingauswertung zur weiteren Auswertung auf Plattformen wie Disney+ und Hulu sowie TV-Sendern wie ABC an Disney gehen.

22.04.2021 08:05 • von Jochen Müller
Künftig auch auf Disney-Plattformen verfügbar: "Spider-Man" (Bild: Sony)

Nach dem Streamingdeal mit Netflix vor knapp zwei Wochen hat Sony nun in den USA eine weitere Streamingvereinbarung mit Disney geschlossen. Während sich Netflix u.a. das Recht gesichert hatte, ab dem kommenden Jahr alle in den USA erscheinenden Sony-Kinotitel im Anschluss an ihre Kinoauswertung 18 Monate lang exklusiv zum Streamen anbieten zu können, erhält Disney diese nach Netflix zur Auswertung auf Plattformen wie Disney+, Hulu, ABC, FX oder Freeform.

Wie beide Unternehmen nach US-Medienberichten jetzt bekannt gaben, gilt diese Vereinbarung für alle Sony-Kinotitel in den Jahren 2022 bis 2026 sowie Library-Titel wie die "Spider-Man"-, "Jumanji"- und "Hotel Transsylvanien"-Franchises.

Chuck Saftler, für ABC, Freeform, FX Networks und Acquisitions verantwortlicher Head of Business Operations bei Disney Media and Entertainment Distribution, erklärte nach Abschluss der Vereinbarung: "Dieser bahnbrechende, auf mehrere Jahre ausgelegte Plattform-Deal garantiert dem Team von Disney Media and Entertainment Distribution eine enorme Flexibilität und Breite an programmlichen Möglichkeiten, Sonys reichhaltige Staffel preisgekrönter Action- und Familienfilme auf den Direct-to-Consumer-Services und linearen TV-Kanälen anzubieten."

Keith Le Goy, President of Worldwide Distribution and Networks bei Sony Pictures Entertainment, bezeichnete die Vereinbarung als eine bahnbrechende, die "den Wert eines jeden unserer Filme steigert, indem sie sie Konsumenten über alle Auswertungsstufen und eine großen Bandbreite wichtiger Partner zugänglich macht."

In einem Memo an die Sony-Mitarbeiter bezeichnete Tom Rothman, Chairman der Motion Picture Group bei Sony, die Vereinbarungen mit Netflix und Disney, die dem Vernehmen nach ein Volumen von mehr als drei Mrd. Dollar haben sollen, als "Zeichen der außergewöhnlich hohen und einzigartigen Bedeutung der kulturell einflussreichen Filme, die wir machen und vermarkten."