Kino

BKM-Kinoprogrammpreis: Pauschale Zahlung an Gewinner der Vorjahre

Für die Vergabe der BKM-Kinoprogrammpreise stehen in diesem Jahr nach Branchenangaben fünf Mio. Euro zur Verfügung. Die Prämien werden demnach pauschal pro Leinwand gewährt, eine Juryentscheidung findet nicht statt. Antragsberechtigt sind aber offenbar nur Häuser, die bereits in den letzten beiden Jahren ausgezeichnet wurden.

20.04.2021 17:38 • von Marc Mensch
Kulturstaatsministerin Monika Grütters (Bild: Elke A. Jung-Wolff)

Mit wachsender Neugier hat insbesondere die Arthouse-Branche auf Neuigkeiten zum diesjährigen Verfahren für die Verteilung des höchstdotierten deutschen Kinoprogrammpreises gewartet - nun herrscht offenbar Klarheit, wie die BKM die Verteilung regeln wird. Öffentlich kommuniziert wurde dies seitens Kulturstaatsministerin Monika Grütters bislang noch nicht, was einen durchaus naheliegenden Grund haben dürfte: Denn wie Blickpunkt: Film aus Branchenkreisen erfuhr, sollen nur solche Betreiber antragsberechtigt sein, die direkt von der BKM angeschrieben werden - dies gelte ausschließlich für solche, die bereits in den vergangenen beiden Jahren ausgezeichnet wurden.

Eine Jury tagt nicht, auch gibt es keine Sonderpreise oder einen Hauptpreis. Stattdessen erhält jedes Haus, das 2020 mindestens 200 Vorstellungen durchführte, pauschal 10.000 Euro pro Leinwand (bis maximal 50.000 Euro), sofern eine dieser alternativen Voraussetzungen erfüllt ist: ein 50prozentiger Anteil deutscher bzw. europäischer Filme (40 Prozent bei Kinos mit höchstens zwei Leinwänden) oder ein zehnprozentiger Anteil an Dokumentarfilmen oder 25 Kurzfilme im Haupt- oder Vorprogramm oder 25 Prozent Kinder- bzw. Jugendfilme oder acht Schulkinovorstellungen oder acht "Young Audience"-Aktivitäten.

Verteilt werden den Informationen zufolge bis zu fünf Mio. Euro. Diese Summe hatte die BKM im vergangenen Jahr zusätzlich zu den regulären Prämien - 1,8 MIo. Euro, die an die Gewinner 2020 gingen - pauschal unter den prämierten Kinos der vergangenen drei Jahre verteilt. Mit anderen Worten: 2021 soll diese Sonderprämie in gleicher Höhe ausgereicht werden, nicht aber die "reguläre" Prämiensumme.

Der Antrag für den Kinoprogrammpreis (der hier abrufbar ist) muss auch in diesem Jahr einen lückenlosen Spielplan umfassen. Brancheninformationen zufolge läuft die Antragsfrist bis 31. Mai. Allerdings ist sie - wie schon erwähnt - nur für Kinos relevant, die hierzu gezielt angeschrieben werden.