Kino

2020: Deutscher Videomarkt 14 Prozent im Plus

Nach Berechnung der GfK stiegen im vergangenen Jahr die Ausgaben für digitales und physisches Home Entertainment auf die Rekordhöhe von knapp 2,6 Mrd. Euro.

20.04.2021 08:28 • von Jörg Rumbucher
Im transaktionalen Videogeschäft war "Das perfekte Geheimnis" 2020 die erfolgreichste deutsche Kinoproduktion (Bild: Constantin)

Seit Erfassung von Videomarkt-Daten hat es kein besseres Gesamtergebnis gegeben: 2020 gaben Konsument*innen für digitales und physisches Home Entertainment 2,593 Mrd. Euro aus - eine Umsatzsteigerung von 14 Prozent gegenüber 2019. Weiterhin geht aus den von der FFA veröffentlichten GfK-Daten hervor, dass das Umsatzplus auf die digitalen Teilmärkte SVoD, EST und TVoD zurückzuführen ist. Dabei stach einmal mehr Subscription Streaming mit einem Umsatzwachstum von 32 Prozent hervor. Für abobasierte Services gaben Nutzer*innen insgesamt 1,570 Mrd. Euro aus, was inzwischen 60 Prozent des Gesamtmarktumsatzes entspricht.

Wenn auch auf einer sehr viel geringeren Ausgangsbasis wurde ebenfalls mehr Geld für transaktionale Abrufe auf VoD-Plattformen ausgegeben: Das Segment TVoD legte um 30 Prozent auf 188 Mio. Euro zu, Kaufdownloads (EST) um 16 Prozent auf 286 Mio. Euro. Allerdings gab der gesamte Sellthru-Bereich aufgrund der Rückgänge im physischen Kaufmarkt in Summe um elf Prozent nach. So fiel das Blu-ray-Geschäft um 23 Prozent auf 203 Mio. Euro und der DVD-Umsatz um 19 Prozent auf 319 Mio. Euro.

Insgesamt, so die GfK, waren 2020 im deutschen Home Entertainment-Markt 25,5 Mio. Personen aktiv.