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Österreichs Autoren auf den Spuren von "Kontrakt18"

Der Drehbuchverband Austria hat im Rahmen der Initiative "Drehbuch 2021" Standards für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Drehbuchautorinnen und -autoren sowie Produktion, Sender und Regie formuliert.

12.04.2021 16:40 • von Frank Heine
ORF-Programmdirektorin Katharina Zechner (Bild: ORF/Thomas Ramstorfer)

Faire Vertragsbedingungen, gerechte Entlohnung, Mitsprache beim Produktionsprozess und Namensnennung. Die Forderungen, die der Drehbuchverband Austria im Rahmen seiner Initative "Drehbuch 2021" formuliert, erinnern stark an den Maßnahmenkatalog der Autor*innen von "Kontrakt 18" . Beim Drehbuchverband ist von "Richtlinien für eine partnerschaftliche und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Produktion, Sender, Regie und Drehbuch" die Rede.

So wie vor drei Jahren in Deutschland wurden nun auch für Österreich Standards entwickelt, die die Bedingungen für eine gerechte und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Produktion, Sender, Regie und Drehbuch festlegen sollen. Die Beteiligten betrachten ihre Forderungen als "eine Art Gütesiegel", zu dem man sich bekennen werde. Die Richtlinien wurden in internen Vorgesprächen den Produzenten- und Regieverbänden und dem ORF vorgestellt und an alle maßgeblich Beteiligten versandt.

Beim ORF reagierte man positiv au die Initiative. Der Sender verstehe sich als Auftraggeber wie auch Förderer der kreativen Kräfte des Landes. "Drehbuchautorinnen und -autoren legen mit ihrer kreativen Leistung den Grundstein für jedes fiktionale Programm. Der ORF ist den Drehbuchautorinnen und -autoren des Landes über die gemeinsame Arbeit an den besten Geschichten für das österreichische Publikum verbunden", sagte Programmdirektorin Kathrin Zechner. Auch in Zukunft, "in Zeiten sich verändernder Marktbedingungen, Kooperationsmodelle und Nutzungsgewohnheiten" solle diese Zusammenarbeit "gewohnt partnerschaftlich und im gemeinsamen Streben nach innovativen Lösungen bestehen und sich weiterentwickeln," so Zechner. ORF-Fernsehfilmchefin Katharina Schenk betonte die Bedeutung eines transparenten Zusammenspiels aller Beteiligten auf Augenhöhe: "Der ORF unterstützt daher die Einbindung der Drehbuchautorinnen und -autoren in den kreativen Prozess bei der Realisierung eines Filmprojekts genauso wie jede Initiative zur Sichtbarmachung von Drehbuchautorinnen und -autoren im Sinne der Wertschätzung des originär Kreativen."