Kino

Fair Film Award für "Nebenan" und "Biohackers"

Am 15. April vergeben Crew United und die Deutsche Akademie für Fernsehen den Fair Film Award Fiction, der in diesem Jahr stark durch die Corona-Krise geprägt ist.

09.04.2021 14:14 • von Frank Heine
"Nebenan" mit Daniel Brühl und Peter Kurth (Bild: Warner/Rainer Bajo)

Fairness in der COVID-19 Krise hebt die Deutsche Akademie für Fernsehen als besonderen Aspekt des diesjährigen Fair Film Awards hervor. Bei der durch die Plattform Crew United durchgeführten Umfrage unter Film- und Fernsehschaffenden rückte "Transparenz, Verantwortung und Fürsorge in der Corona-Krise" auf Position eins der Bewertungskriterien. Als weitere Kriterien gelten "Vertrag, Gagen und Entgelte", "Arbeitszeiten, Arbeitsschutz und Arbeitsplatz", "Chancengerechtigkeit, Gleichbehandlung und berufliche Entwicklung", "Kommunikation und Arbeitsklima", "Professionalität und Qualifizierung", "Umgang mit Drehorten und Motivgebern", "Ökologie, Umwelt und Klima" sowie "Diversität". Bewertet wird nach dem Schulnotensystem. Die Teilnehmerzahl lag bei über 1400.

Bei den Spielfilmen setzte sich Daniel Brühls Regiedebüt Nebenan" mit der Note 1,256 durch. Ausführende Produktionsfirma ist hier Amusement Park Films. Bei den Serien behauptete sich die von Claussen + Putz produzierte Netflix-Serie "Biohackers" mit exakt demselben herausragenden Notenschnitt wie "Nebenan". Claussen + Putz sind alte Bekannte beim Fair Film Award und waren zuletzt 2019 siegreich. Bei drei bewerteten Produktionen setzen sie sich auch bei den Produktionsfirmen im Bereich Serie mit einem Schnitt von 1,46 durch. Amusement Park hatte nur "Nebenan" im Angebot und war daher bei den Spielfilm-Produzenten nicht vom Top-Platz zu verdrängen.

Bei den Spielfilmen folgten auf den weiteren Plätzen die Bantry Bay-Produktion "Meine Mutter ist verknallt" (1,417) und Frühling: Mit Regenschirmen fliegen" von Seven Dogs (1,496). Die Note 1 erreichten außerdem "Polizeiruf 110: Der Falke" (Filmpool Fiction, 1,52), "Zimmer mit Stall: Barthls Tochter" (Roxy Film, 1,52), "Nach eigenem Gesetz" (Real Film Berlin, 1,53), "Tatort: Die Rache an der Welt" (Filmpool Fiction, 1,54) und "Meine Mutter: Bärenstark" (Bantry Bay, 1,54). Bei den Serien fanden sich lediglich zwei weitere Produktionen auf Einserniveau wieder: "Tina mobil" von X Filme (1,44) und Tonis Welt" von Bantry Bay (1,48).

Die Preisverleihung findet gekoppelt mit einer Panel-Diskussion am 15.4. ab 18 Uhr statt. Dafür kann man sich kostenfrei registrieren. Die Platzzahl ist jedoch begrenzt. Die DAfF streamt die Veranstaltung jedoch live auf ihrem YouTube-Kanal. Dort und auf dem YouTube-Kanal von Crew United ist auch die Aufzeichnung zu sehen.