Festival

Filmfest München "Live in der ganzen Stadt"

Bereits im Interview mit Blickpunkt:Film im vergangenen Monat hatte der künstlerische Leiter des Filmfest München, Christoph Gröner, erklärt gehabt, dass Open-Air-Vorstellungen den Kern der diesjährigen Festivalausgabe bilden werden. Jetzt wurde das Konzept veröffentlicht.

09.04.2021 10:24 • von Jochen Müller
"Live in der ganzen Stadt" lautet in diesem Jahr das Motto des Filmfest München (Bild: Filmfest München)

Nachdem das Filmfest München im vergangenen Jahr Corona-bedingt als Pop-Up-Open-Air-Version stattgefunden hatte, steht die von 24. Juni bis 3. Juli terminierte 2021er Ausgabe unter dem Motto "Live in der ganzen Stadt".

Wie der künstlerische Leiter des Filmfest München, Christoph Gröner, bereits im März im Interview mit Blickpunkt:Film erklärt hatte, werde Open Air auch in diesem Jahr den Kern des Festivals bilden, den man - wenn es die Umstände zuließen - mit Vorführungen in den Kinos ergänzen werde.

"Wir freuen uns schon jetzt auf zehn Tage mit Festival-Buzz in der ganzen Stadt - auch unter den gegebenen Umständen. Wir wollen ein starkes Signal für das kulturelle Miteinander senden! Wie alle Veranstalter*innen plant auch das Filmfest München den zweiten Corona-Sommer mit manchen Fragezeichen und viel Flexibilität. Aber der letzte Sommer hat tragfähige Lösungen aufgezeigt. Mit dem Filmfest München Pop-up konnten wir 2020 wunderbare Premieren unter freiem Himmel feiern - das wollen wir in diesem Sommer nun im großen Format herstellen. Alle Filme werden vor großem Publikum in einem unserer Open-Air-Kinos präsentiert und außerdem - so hoffen wir alle - natürlich auch in unseren Partnerkinos", wird Festivalleiterin Diana Iljine in einer Pressemitteilung zitiert, in dem das Konzept für das diesjährige Filmfest München vorgestellt wird.

Demnach werde es "mindestens sechs Open-Air-Locations" geben, wo rund 60 Filme inklusive derer des Kinderfilmfest München präsentiert werden. Dazu sind neben den "etablierten und corona-erfahrenen Freiluftinstitutionen" Kino am Olympiasee und Kino, Mond & Sterne im Westpark, die über den ganzen Festivalzeitraum hinweg als Spielstätten dienen werden, auch im Garten des Institut Francais in Schwabing, auf dem Gelände des "Bahnwärter Thiel" im Schlachthofviertel, in der Pasinger Fabrik sowie auf dem Gelände des Bayerischen Rundfunks nahe des Hauptbahnhofs Open-Air-Vorführungen geplant.

Darüber hinaus spreche man mit weiteren Kooperationspartnern wie dem NS-Dokumentationszentrum und dem Amerikahaus über ein "vielfältiges Rahmenprogramm".

Wie im Vorjahr soll die Begegnung mit den Filmemacher*innen auch in diesem Jahr wieder unter Einhaltung der Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen in den Spielstätten oder digital live stattfinden. Christoph Gröner erläutert die diesbezüglichen Planungen: "Digitale Werkzeuge unterstützen die reale Begegnung. Wir arbeiten daran, zu jedem Film einen oder mehrere Gäste zu präsentieren. Dabei denken wir natürlich auch über attraktive hybride Formate nach, die unsere Veranstaltungen bereichern können."

Für Branchenvertreter bietet das Filmfest München in diesem Jahr Begegnungsmöglichkeiten wie die "Beergarden Convention", die erstmals im Hofbräu stattfinden wird, sowie Business-Meetings unter dem Motto "The Munich Way the Industry Works".