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Thomas Bellut klar gegen Zusammenlegung von ZDF und ARD

Aktuell wird viel über den Auftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und auch über Einsparungskonzepte diskutiert. ZDF-Intendant Thomas Bellut hält dahingehend aber gar nichts von einer Zusammenlegung von ARD und ZDF.

07.04.2021 13:12 • von Michael Müller
ZDF-Intendant Thomas Bellut (Bild: ZDF/Markus Hintzen)

Während der ARD-Vorsitzende und WDR-Intendant Tom Buhrow anhaltend in der Öffentlichkeit beispielsweise über noch größere Synergien zwischen der ARD- und ZDF-Mediathek nachdenkt, hat sich jetzt ZDF-Intendant Thomas Bellut bei den Zeitungen der VRM-Gruppe klar negativ zu der noch größeren Frage einer potenziellen Zusammenführung der Sendeanstalten geäußert.

Die Vereinigung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland sei wegen der unterschiedlichen Funktionen von ARD und ZDF gar nicht realisierbar, da das ZDF einen nationalen Auftrag habe und die ARD eine Arbeitsgemeinschaft aus wichtigen regionalen Sendern mit einem alle zwei Jahre wechselnden Vorsitz sei. Der im März 2022 aus seinem Amt ausscheidende ZDF-Intendant sieht darin "keinen markt- oder betriebswirtschaftlichen Sinn".

Zuletzt hatte die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) von CDU/CSU ein Reformkonzept vorgelegt, in dem sie sich unter anderem für die "Reduzierung der Mehrfachstrukturen" im öffentlich-rechtlichen Rundfunk aussprach. Bellut spricht sich wiederum im Interview der Zeitungen der VRM-Gruppe jetzt klar für einen Qualitätswettbewerb der Programme von ZDF und ARD aus, der auf diese Weise auch die Meinungsvielfalt im Land garantiere.