TV

"Boot"-Nachvergütung wird neu verhandelt

Der Bundesgerichtshof hat einen Urteilsspruch des OLG München aus dem Jahr 2017 einkassiert.

01.04.2021 15:24 • von Frank Heine
"Das Boot" schlägt im Rechtsstreit um Nachvergütungen nach wie vor Wellen (Bild: Constantin)

Der Rechtsstreit zwischen Jost Vacano auf der einen und dem WDR, Bavaria Film und Eurovideo auf der anderen Seite um die Nachvergütung des Chefkameramanns von "Das Boot" geht in die nächste Runde. Der Bundesgerichtshof hat am heutigen 1. April das Urteil des OLG München aus dem Jahr 2017 aufgehoben und die Sache zur erneuten Entscheidung zurückverwiesen.

Die geht aus einer Mitteilung des WDR hervor. Die Sendeanstalt zitiert aus der Begründung des Gerichts, wonach die Rechnung des OLG zu "astronomisch hohen Vergütungsansprüchen" führe. Beim WDR geht man davon aus, dass die Nachvergütung niedriger als damals beschlossen ausfallen wird. Dies dürfte auch die in einem Parallelverfahren am OLG Stuttgart beklagten anderen ARD-Anstalten betreffen.

Das Oberlandesgericht München hatte Vacano im Dezember 2017 588.000 Euro zugesprochen. Die betroffenen ARD-Anstalten und die Bavaria hatten sich zuvor bereits mit dem BFFS und den Schauspielern von "Das Boot" über eine Pauschalvergütung für die Vergangenheit und eine gemeinsame Vergütungsregel für die Zukunft verständigt (wir berichteten).