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Höheres Budget für den German Motion Picture Fund

Der Bundeshaushalt für das laufende Jahr sieht eine Erhöhung des Budgets für den German Motion Picture Fund auf 30 Mio. Euro vor. Die entsprechende GMPF-Richtlinie ist nun in Kraft getreten.

30.03.2021 10:55 • von Jochen Müller
Kulturstaatsministerin Monika Grütters (Bild: Elke A. Jung-Wolff)

Das Ministerium von Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat jetzt die neue Richtlinie für den German Motion Picture Fund (GMPF) veröffentlicht, die damit auch in Kraft getreten ist.

Wie bereits bei der Vorlage des Regierungsentwurfs für den Haushalt 2021 berichtet, wurden die darin jährlich zur Verfügung stehenden Mittel zur Förderung der Serienproduktion auf 30 Mio. Euro erhöht. Um den GMPF auch für größere Serien attraktiv zu machen, wurde die Kappungsgrenze einer maximalen Förderung in der aktuellen GMPF-Richtlinie von vier auf zehn Mio. Euro erhöht. Voraussetzung für eine Förderung ist allerdings das Erreichen von mindestens 70 Punkten im so genannten kulturellen Eigenschaftstest und von bestimmten Schwellen bei den deutschen Herstellungskosten.

Das Ministerium rechnet nach eigenen Angaben damit, dass ein bis zwei Produktionen pro Jahr diese Hürden werden erfüllen können, betont allerdings, dass es auch finanzierbar wäre, wenn es drei bis vier Produktionen jährlich wären, da Mittel, die beim DFFF übrig seien - was bis dato in jedem Jahr der Fall gewesen sei - dem German Motion Picture Fund bis zur beihilferechtlichen Grenze von 50 Mio. Euro zugeschlagen werden könnten.

"In Deutschland produzierte Serien sind weltweit erfolgreich. Sie stehen für authentische, fesselnde Stoffe, großartige Talente und innovative Erzählformen. Um auch für hochbudgetierte Serien einen attraktiven Produktionsstandort bieten zu können, haben wir die Förderhöchstsumme des GMPF nun von vier auf zehn Millionen Euro erhöht. Voraussetzung hierfür ist eine nachgewiesene besondere deutsche oder europäische Prägung der Produktion. Mich freut es sehr, dass wir es so schaffen können, auch große Serienproduktionen und mit ihnen Talente und Kreative in Deutschland zu halten", erklärte Kulturstaatsministerin Monika Grütters anlässlich der Veröffentlichung der GMPF-Richtlinie.