Festival

DOK.fest München länger und @home

Wie 2020 findet das DOK.fest München auch in diesem Jahr wieder als Online-Version statt. Das um eine Woche verlängerte Festival will seine Partnerkinos auch in diesem Jahr wieder an den Einnahmen beteiligen.

29.03.2021 12:01 • von Jochen Müller
Mit "There's no Place like this Place" ist das Gastland Kanada beim DOK.fest München @home vertreten (Bild: DOK.fest München )

Da die bis zuletzt vom Team des DOK fest München vorbereitete duale Version des Festivals aufgrund der aktuellen Corona-Lage nicht möglich sein wird, hat man sich nun dazu entschlossen, die Filme des Festivals - wie im Vorjahr - online zu präsentieren. Wie das DOK.fest München heute mitteilt, werde das Festival um eine Woche verlängert; es findet nun von 5. bis 23. Mai statt. Auch in diesem Jahr sollen die Ticketkäufer die Möglichkeit haben, die Partnerkinos des DOK.fest München über einen Solidaritätsbeitrag zu unterstützen. 2020 waren so gut 19.000 Euro zusammen gekommen (wir berichteten).

Festivalleiter Daniel Sponsel: "Wir sind uns unserer vielfältigen Verantwortung bewusst: Einerseits wollen wir unbedingt zurück in die Kinos. Das Team hat mit großem Engagement und hohem Aufwand eine duale Edition vorbereitet. Andererseits hat sich die Situation wieder verschlechtert und wir stehen dabei in einer gesellschaftlichen Pflicht. Bis Mitte April sind wir im Lockdown, es gibt Reisebeschränkungen, und die weiteren Prognosen stimmen uns nicht optimistisch. Selbst wenn es Anfang Mai möglich sein sollte, Kulturveranstaltungen stattfinden zu lassen, ist es angesichts des nötigen zeitlichen Vorlaufs, der logistischen Herausforderungen und der Kosten nicht mehr möglich, ein Festival zu organisieren, das den hohen Erwartungen gerecht wird. Wir präsentieren unser Programm deshalb online auf der digitalen Leinwand: sehenswerte, wichtige Filme, Begegnungen mit den Filmemacher.innen sowie interaktive Events und Preisverleihungen."

Insgesamt werden beim 36. DOK.fest München@home 130 Dokumentarfilme zu sehen sein. In vier Wettbewerben werden insgesamt 16 Preise verliehen. Gastland ist in diesem Jahr Kanada; das Festival zeigt insgesamt sieben Filme aus und über Kanada. Die Hommage ist der tschechischen Filmemacherin Helena Trestikova gewidmet.

Ebenfalls digital abgehalten werden die Branchenplattform DOK.forum und die Bildungsplattform DOK.education.

Weitere Informationen über das Festivalprogramm und den Ticketvorverkauf ab Ende April unter www.dokfest-muenchen.de.