Produktion

Filmtechnische Dienstleister erwarten herausforderndes Jahr

Laut einer Onlineumfrage unter den Mitgliedern des VTFF hat die Pandemie das Produktionsgeschäft weiter im Griff. Für 2021 würden die Teilnehmer kaum bessere Zahlen als für 2020 erwarten. Vorgestellt wurden die Resultate der Befragung im Rahmen einer Mitgliederversammlung, bei der Stefan Hoff als Vorsitzender bestätigt wurde.

25.03.2021 12:56 • von Marc Mensch
Stefan Hoff wurde als Vorstandsvorsitzender des VTFF bestätigt (Bild: VTFF)

Mitte März hielt der Verband Technischer Betriebe für Film und Fernsehen eine Mitgliederversammlung ab, in deren Rahmen auch Ergebnisse einer Online-Umfrage unter den Mitgliedern präsentiert wurden. Nach Darstellung des Verbandes zeigen diese, dass die Pandemie das Produktionsgeschäft weiter fest im Griff hat - so erwarteten die Teilnehmer der Befragung für 2021 kaum bessere Zahlen, als sie im ersten Pandemiejahr 2020 zu verzeichnen waren.

Immerhin: Ein Viertel der befragten Unternehmen geht davon aus, ohne oder nur mit geringen Umsatzeinbußen von bis zu zehn Prozent durch die Krise zu kommen. Dem stünden aber zehn Prozent der Befragten gegenüber, die im vergangenen Jahr Rückgänge zwischen 50 und 75 Prozent hätten verkraften müssen und eine ähnliche Entwicklung auch für das laufende Jahr erwarteten. Rund ein Drittel der Befragten ordnete die Umsatzeinbrüche für 2020 zwischen zehn und 25 Prozent ein, ein weiteres Drittel zwischen 25 und 50 Prozent. 2021 soll eine zumindest leichte Verschiebung der Anteile hin zu geringeren Einbußen stattfinden.

Die einsetzende positive Entwicklung lasse sich auch daran beobachten, dass zuletzt etwas weniger Corona-Hilfsmaßnahmen in Anspruch genommen wurden. Trotzdem hätten noch 75 Prozent der VTFF-Mitglieder einen Teil der Belegschaft in Kurzarbeit, je ein Drittel benötige zudem KfW-Kredite, Überbrückungshilfen oder andere Förderungen und Zuschüsse. Als größte aktuelle Herausforderung bezeichnet der Verband eine krisenbedingt schlechtere Bezahlung und den Mehraufwand für Corona-Schutzmaßnahmen. Perspektivisch mahnt man zudem, dass der Fachkräftemangel mit steigender Produktionstätigkeit wieder zum Thema werde - dies habe ein Drittel der Umfrageteilnehmer angemerkt.

Trotz der fortdauernden Herausforderungen sind die Umfragergebnisse aber auch Ausdruck von Optimismus: So plane nahezu jeder zweite Umfrageteilnehmer, gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Zahlreiche VTFF-Mitglieder würden demnach die Zeit nutzen, um Prozesse zu optimieren, in ihre Infrastruktur zu investieren, Remote Work und Digitalisierung voranzutreiben oder sich neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Bei der Online-Versammlung wählten die Mitglieder des Verbandes auch einen neuen Vorstand. Dabei wurde Stefan Hoff einstimmig als Vorstandsvorsitzender bestätigt. Die Vorstände Bojana Nikolaidis, Friedhelm Bixschlag, Markus Osthaus, Josef Reidinger und Christian Sommer wurden mit großer Mehrheit wiedergewählt. Neu bzw. nach einer Pause wieder dabei im Vorstand ist Carl Woebcken. Er folgt auf Marius Schwarz, der sein Amt abgegeben hat.