Kino

"Adieu les Cons" gewinnt sieben Césars

Albert Dupontels Tragikomödie ist der große Gewinner bei der Verleihung des französischen Filmpreises. Sie wurde u.a. als bester Film und für die beste Regie prämiert.

15.03.2021 08:53 • von Heike Angermaier
"Adieu les Cons" vielfach prämiert (Bild: Jerome Probois/ADCB)

Albert Dupontels Adieu Les Cons" ist mit sieben Auszeichnungen der große Gewinner bei der Verleihung des französischen Filmpreises César. Die Tragikomödie um eine schwerkranke Frau, die sich auf die Suche nach ihrem Kind macht, das sie als 15-Jährige aufgeben musste, wurde als bester Film, für die beste Regie und für das beste Originaldrehbuch prämiert. Außerdem gingen Césars an Nicolas Mairé für die beste Darstellung in einer Nebenrolle, an Alexis Kavyrchine für die beste Kamera und an Carlos Conti für das beste Szenenbild. Ausgezeichnet wurde der Film, der Ende Oktober auf Platz eins der Charts in Frankreich startete, außerdem mit dem César des Lycéens, über den Schülen*innen entscheiden. Dupontel wurde bereits für "Au revoir, là-haut!" (beste Regie, bestes adaptiertes Drehbuch) und "9 mois ferme" (bestes Drehbuch) mit dem César prämiert.

Der Dokumentarfilm Adolescentes" von Sebastien Lifshitz wurde dreifach gewürdigt, als bester Dokumentarfilm für den besten Schnitt und für den besten Ton.

Als bestes Debüt wurde Filippo Meneghettis Wir beide" prämiert, als bester internationaler Film Thomas Vinterberg Der Rausch".

In den Hauptrollen ausgezeichnet wurden Laure Calamy für Antoinette dans les Cevennes" und Sami Bouajila für Un fils".

Der am häufigsten nominierte Film, 13 mal, Emmanuel Mourets Les Choses Qu'On Dit, Les Choses Qu'On Fait" wurde nur einmal prämiert, für die beste Schauspielerin in einer Nebenrolle, Emilie Dequenne.

Einen Eklat wie im vergangenen Jahr bei der Césarvergabe, als Im Vorfeld der Vorstand der César-Akademie zurückgetreten war und Roman Polanski wegen Protesten gegen ihn beim Gewinn des Regie-Césars nicht anwesend war, gab es nicht. Einen Aufreger gab es allerdings, als Corinne Masiero sich bei der Übergabe des Preises für das beste Kostüm auszog, um ein Zeichen zu setzen für die in der Filmindustrie Tätigen, die im Corona-Lockdown nicht arbeiten dürfen und zu wenig Unterstützung bekommen. Auch andere Kreative nutzten die Veranstaltung, um für eine Perspektive für die Kulturschaffenden, für eine Öffnung der Kinos einzutreten.

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