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Discovery mit SVoD-Start zufrieden

Nur wenige Wochen nach der Einführung von Discovery+ zeigt sich das Management mit den ersten Ergebnissen zufrieden.

09.03.2021 13:45 • von Jörg Rumbucher
- (Bild: Discovery)

Der am 4. Januar in den USA gestartete SVoD-Dienst Discovery+ soll Marktschätzungen zufolge bisher um die zwölf Mio. Abonnenten gewonnen haben.

"Es ist noch früh, aber alles, was wir bisher gesehen haben, war einfach super ermutigend", erklärte Chief Finance Officer Gunnar Wiedenfels im Rahmen einer virtuellen Telcom-Konferenz der Deutschen Bank. Laut Wiedenfels habe es keine einzige Kennzahl gegeben, die enttäuschend gewesen sei. Bereits nach zwei Monaten sei es möglich, mit Direct-to-Consumer-Abonnenten Geld zu verdienen. Die Abonnenten hätten 93 Prozent der 55.000 zur Verfügung stehenden Episoden im Discovery+-Angebot angeschaut.

US-Nutzer zahlen 6,99 Dollar für die werbefreie Option, 4,99 Dollar kostet das Angebot mit Werbung. Der Großteil der Discovery+-Abonnenten habe auf die werbefreie Tarifvariante zugegriffen, was vor allem auf eine Marketing-Kooperation mit Verizon zurückzuführen sei, die nach einer zwölfmonatigen Testphase die teurere Preisoption vorschreibt.

2021 steht für Discovery im Zeichen des internationalen Rollouts. Angekündigt wurde der Plattform-Launch in 25 Ländern; unter anderem in Großbritannien und Irland ist Discovery+ bereits verfügbar. Für Deutschland gibt es keine konkrete Ankündigung und dabei ist analog zu HBO Max, Paramount+ unklar, ob dies mittelfristig überhaupt der Fall sein wird. Aktuell kann man in Deutschland den Discovery Channel auf Sky nutzen. Zudem ist Discovery zusammen mit ProSiebenSat 1 an dem Joint Venture Joyn beteiligt. Jedenfalls sollen die Olympischen Spiele in Tokio und Peking "einer der Haupttreiber für den internationalen Rollout" sein, so Wiedenfels.