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Goldener Bär für "Bad Luck Banging or Loony Porn"

Nach einer nur fünftägigen Berlinale wurden die Bären vergeben. Der Hauptpreis für den besten Film ging an "Bad Luck Banging or Loony Porn" von Radu Jude. "Herr Bachmann und seine Klasse" von Maria Speth gewann den Preis der Jury. Der Darsteller*innen-Preis ging an Maren Eggert in "Ich bin dein Mensch".

05.03.2021 12:18 • von Thomas Schultze
Goldener Bär für Radu Judes neuen Film (Bild: Berlinale)

Eine kuriose Berlinale geht zu Ende mit dem Goldenen Bär für den rumänischen Beitrag "Bad Luck Banging or Loony Porn" von Radu Jude, der ihm von einer sechsköpfigen Jury ehemaliger Berlinale-Gewinner zugesprochen wurde - oder sollte man besser sagen: zwischenzeitlich zu Ende, denn der fünftägige digitale Industry-Event ist nur der Auftakt. Im Juni soll eine Publikumsausgabe folgen, in deren Rahmen auch eine feierliche Preisvergabe stattfinden wird. Die Bärenverleihung per Videoschalte jetzt war also ein eher funktionaler Akt.

Neben dem Goldenen Bär für "Bad Luck Banging or Loony Porn" wurden folgende Preise vergaben. Mit dem Großen Preis der Jury als zweitbester Film des Wettbewerbs wurde "Wheel of Fortune and Fantasy" von Ryusuke Hamaguchi bedacht. Der Regiepreis wurde Denés Nagy für "Natural Light" zugesprochen. Der Preis der Jury wurde Herr Bachmann und seine Klasse" von Maria Speth zugesprochen.

Erstmals in der Geschichte der Berlinale gab es nicht mehr nach Geschlechtern getrennte Bären für die beste Darstellung. Als bester Darsteller*in wurde Maren Eggert für ihren Auftritt in Ich bin dein Mensch" von Maria Schrader ausgezeichnet. Bester Nebendarsteller*in ist Lilla Kizlinger in "Forest - I See Everywhere". Das beste Drehbuch stammt von Hong Sangsoo für "Introduction", der im vergangenen Jahr noch als bester Regisseur ausgezeichnet worden war. Der Silberne Bär für die beste künstlerische Leistung ging an den Editor Yibran Assuad für seine Arbeit an den mexikanischen Beitrag "A Cop Movie".

Auch die Preise für den Encounters-Wettbewerb wurden vergeben. Den Hauptpreis als bester Film erhielt Nous" von Alice Diop. Der Regiepreis wurde ex aequo vergeben an Ramon und Silvan Zürcher für Das Mädchen und die Spinne" sowie Denis Coté für "Hygiène sociale". Mit dem Spezialpreis der Jury wurde Taste" von Le Bao bedacht. Eine besondere Erwähnung erhielt "Rock Bottom Riser" von Fern Silva.