Kino

Filmbüros stellen sich hinter gemeinsamen Appell von Kinos und Verleihern

Bereits Anfang Februar waren die fünf deutschen Kino- und Verleihverbände in einem gemeinsamen Schreiben für eine konkrete Wiedereröffnungsperspektive eingetreten. Der Bund der Filmbüros hat die darin aufgeführten Parameter nun noch einmal bekräftigt.

01.03.2021 09:24 • von Marc Mensch
Die Filmbüros treten für eine bundesweit einheitliche Wiedereröffnungsperspektive ein - möglichst zu Ostern (Symbolbild) (Bild: Fotolia)

Im Vorfeld der Bund-Länder-Beratungen am 3. März hat der Bund der Filmbüros, der insgesamt zehn regionale Institutionen in Niedersachsen, Hessen, Bremen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen und dem Saarland vertritt, noch einmal an den gemeinsamen Appell der fünf deutschen Kino- und Verleihverbände erinnert, mit denen diese sich Anfang Februar an Spitzenpolitiker in Bund und Ländern gewandt hatten, um die entscheidenden Parameter für eine Wiedereröffnungsperspektive darzulegen (wir berichteten).

Als die drei entscheidenden Punkte wurden darin die Vermeidung einer Schlechterstellung gegenüber Handel und Gastronomie, eine Perspektive möglichst zu Ostern und die Notwendigkeit eines bundesweit möglichst einheitlichen Vorgehens aufgeführt, das sich nicht unumstößlich an regionalen Inzidenzwerten orientieren dürfe.

Die Filmbüros stellen sich explizit hinter diese Forderungen und machen in ihrem Schreiben erneut klar, dass Kinos "mit ihren vielfältigen Angeboten essentielle, das kulturelle und soziale Leben in den Städten und Regionen prägende Orte" seien. "Für Filme, Filmschaffende und Filmförderung ist und bleibt die Kinoleinwand unersetzbar. Bei den Plänen zur Wiedereröffnung dürfen die Kinos nicht an letzter Stelle stehen", so das Schreiben.

Abschließend heißt es: "Wir appellieren an Bund und Länder: Bitte berücksichtigen Sie bei den Beratungen in den kommenden Tagen auch die Kinos im Hinblick auf die verfassungsrechtliche Priorität und gesellschaftliche Relevanz der Kultur. Geben Sie den Kinotheatern und Filmschaffenden eine konkrete Öffnungsperspektive, damit die wirtschaftlichen Schäden nicht noch weiter anwachsen. Lassen Sie uns gemeinsam die Kultur wieder ins Leben zurückholen."