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Pay-TV in USA: Das Schlimmste ist überstanden

Die Zahl der Pay-TV-Abonnenten in Nordamerika wird von 116 Mio. im Jahr 2010 um 43 Mio. auf rund 74 Mio. im Jahr 2026 sinken. Das prognostizieren die Marktforscher von Digital TV Research.

25.02.2021 10:07 • von Jörg Rumbucher
- (Bild: Digital TV Research)

Seit mehreren Jahren sinkt in den USA die Zahl abgeschlossener Pay-TV-Verträge. Das Phänomen wird dort als "Cord Cutting" bezeichnet. Das Marktforschungsunternehmen Digital TV Research hat jetzt neue Prognosen für Nordamerika veröffentlicht. Demnach verringert sich die Zahl der Pay-TV-Abonnenten in den USA und in Kanada von 116 Mio. im Jahr 2010 um 43 Mio. auf etwa 74 Mio. in 2026. Dabei verlieren die USA 41 Mio. Pay-TV-Kunden, Kanada um die zwei Mio.

Im Zeitraum 2010 bis 2020 sank die Zahl der Pay-TV-Abonnenten um 27 Mio. Im Jahr 2026 wird die Haushaltspenetration laut Digital TV Research 53,6 Prozent betragen 2010 waren es noch 90,5 Prozent.

Principal Analyst Simon Murray sagt, dass die Pay-TV-Einnahmen 2015 mit 111 Mrd. Dollar ihren Höhepunkt erreicht hätten. Bis 2026 würden sie um 49 Mrd. Dollar auf 62 Mrd. fallen. Allerdings glaubt er, dass das Schlimmste überstanden sei. Ab 2021 würden die Rückgänge geringer ausfallen.

In der Kurzmitteilung gibt es keinen Hinweis darauf, inwieweit Pay-TV-Verluste mit dem SVoD-Boom korrelieren.