Kino

IDM Südtirol erneuert Anwendungsrichtlinien

Die IDM Südtirol kündigt eine zeitgemäße Anpassung und Erneuerung ihrer Anwendungsrichtlinien an. Neben dem neuen Förderbereich für Kurzfilme und Kurzform-Serien führt die in Bozen ansässige Förderanstalt auch ein Zertifikat für "Green Shooting" ein und schreibt das "Gendermainstreaming" als Auswahlkriterium bei der Förderung von Filmen fest, um die Diversität in den Head of Departments zu stärken.

24.02.2021 13:06 • von Barbara Schuster
Südtirol erweist sich immer wieder als attraktiver Drehort (Bild: Martin Rattini)

Die IDM Südtirol kündigt eine zeitgemäße Anpassung und Erneuerung ihrer Anwendungsrichtlinien an. Neben dem neuen Förderbereich für Kurzfilme und Kurzform-Serien führt die in Bozen ansässige Förderanstalt auch ein Zertifikat für "Green Shooting" ein und schreibt das "Gendermainstreaming" als Auswahlkriterium bei der Förderung von Filmen fest, um ein Zeichen für mehr Diversität zu setzen. Die neuen Richtlinien gelten bereits für alle Projektanträge des laufenden Jahres.

Wie die IDM mitteilt, wurde die erste wichtige Ergänzung, das eigene Zertifikat für nachhaltige Dreharbeiten, in engem Austausch mit anderen Fördereinrichtungen und Filmschaffenden sowie Dienstleistern vor Ort erarbeitet. Als Hilfe dient den einreichenden Produzenten dabei ein Kriterienkatalog, dem sie sich freiwillig verpflichten können. Hierbei wurde vor allem auf die Umsetzbarkeit der verschiedenen Parameter geachtet, wie der Einsatz von nachhaltigen Energie- und Lichtquellen, der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel bzw. umweltfreundlicher Fahrzeuge oder dem Angebot eines nachhaltigen Caterings und einer fachgerechten Mülltrennung und -entsorgung. Unterstützung erfahren die Produzenten von ausgebildeten "Green Managern" vor Ort. Die Einhaltung wird von der Südtiroler Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz überprüft. Bei Einhaltung aller Kriterien wird der Produktion das Zertifikat verliehen.

Das "Gendermainstreaming" als Auswahlkriterium für zu fördernde Projekte zielt auf ein ausgewogenes Verhältnis von Männern und Frauen unter den beteiligten Filmschaffenden einer Produktion ab, insbesondere in den leitenden Positionen wie Produktion, Drehbuch, Regie, Schauspiel, Bildgestaltung, Schnitt, Szenenbild oder Musik. Die Erhebung der Geschlechterzugehörigkeit der Head of Departments wird durch die Südtiroler Filmförderung vorgenommen und fließt auch in die Förderentscheidung mit ein.

Das Fachgremium von IDM, das die förderungswürdigen Projekte gemeinsam mit IDM auswählt, entspricht bereits diesem Gender-Grundsatz und besteht zu gleichen Teilen aus Männern und Frauen.

Bei der dritten wichtigen Ergänzung der Anwendungsrichtlinien kommen künftig Kurzfilme und Kurzfilm-Serien zum Zuge und somit die verstärkte Unterstützung vor allem junger Filmschaffender. Aber auch Webserien und künstlerisch anspruchsvolle Filme sollen in diesem Bereich berücksichtigt werden.