Kino

Schweiz peilt Kinoöffnungen zum 1. April an

Die Schweiz will das öffentliche Leben mit Lockerungen in zwei Schritten wieder in Gang bringen - Kinovorführungen sollen nach derzeitigem Stand ab 1. April wieder möglich sein - allerdings unter erheblichen Einschränkungen. Die Gastronomie muss unterdessen weiter warten.

18.02.2021 09:53 • von Marc Mensch
Seit 12. Dezember sind in der Schweiz landesweit alle Kinos geschlossen (Bild: Arena Cinemas)

Der Schweizer Bundesrat will der Bevölkerung wieder Perspektiven für einen Ausstieg aus dem Lockdown geben und plant zwei Öffnungsschritte zum 1. März und zum 1. April. Vor einer Entscheidung, die am kommenden Mittwoch fallen soll, haben die einzelnen Kantone noch Gelegenheit, sich zu äußern. Zudem soll der zweite Schritt von der Entwicklung der epidemiologischen Lage nach der ersten Runde an Lockerungen abhängig sein.

Dem Plan des Bundesrats zufolge dürften ab 1. März unter anderem Museen sowie die Außenbereiche von Zoos, Botanischen Gärten und Erlebnisparks wieder öffnen. Auch Lesesäle von Archiven und Bibliotheken würden wieder zugänglich gemacht. Im Freien dürften sich dann bis zu 15 Personen treffen, in Innenräumen bliebe es zunächst bei der Grenze von fünf. Auch sollen sämtliche Geschäfte wieder öffnen dürfen, wenngleich je nach Größe eine Mindestquadratmeterzahl pro Kunde zwischen zehn und 25 vorgesehen ist.

Anfang April sollen dann Kultur- und Sportveranstaltungen "mit wenig Publikum" wieder erlaubt werden. Medienberichten zufolge wäre Voraussetzung für diesen Schritt, dass die 14-Tage-Inzidenz am 24. März nicht über jener des 1. März liegt, der R-Wert 1,0 nicht überschreitet, weniger als 25 Prozent der Intensivbetten mit COVID-19-Patienten belegt sind und die Positivitätsrate in der Bevölkerung unter fünf Prozent liegt. Selbst unter diesen Voraussetzungen wären die Einschränkungen potenziell erheblich: Gesundheitsminister Alain Berset erklärte gegenüber der Presse, denkbar seien eine Masken- und Sitzpflicht sowie eine Kapazitätsbegrenzung auf ein Drittel der Sitzplätze.

Die Innenbereiche der Gastronomie müssten laut der aktuellen Strategie auch über Anfang April hinaus geschlossen bleiben, selbst bei den Außenbereichen zögert man - was Berset aber auch damit erklärte, dass man den Betrieben womöglich keinen Gefallen täte, wenn sie in der kalten Jahreszeit (nur) ihre Außenbereiche öffnen dürften, mit einem solchen Schritt aber von Hilfen abgeschnitten wären.