Kino

FFA-Appell für bundesweit einheitlichen Wiedereröffnungstermin der Kinos

FFA-Präsident Bernd Neumann hat an die Ministerpräsident*innen der Länder appelliert, auf einen einheitlichen Wiedereröffnungstermin der Kinos hinzuwirken. Dies sei für die Kinos von existenzieller Bedeutung.

05.02.2021 09:49 • von Jochen Müller
FFA-Präsident Bernd Neumann (Bild: Mike Auerbach/HDF Kino)

"Ein bundesweit einheitlicher Termin für die Wiedereröffnungen ist für die Kinos von existenzieller Bedeutung. Ihn herbeizuführen, ist nicht mit Kosten verbunden, sondern lediglich mit Vernunft und gutem Willen", heißt es in dem Appell, den FFA-Präsident Bernd Neumann an die Ministerpräsident*innen der Länder richtet.

Zuletzt hatten Schleswig-Holstein und Niedersachsen je ein Strategiepapier für einen Weg aus dem Corona-Lockdown vorgelegt - mit unterschiedlichen Eröffnungsszenarien für die Kinos. Einen derartigen "Flickenteppich", wie es ihn auch schon nach dem ersten Lockdown gegeben hatte, dürfe es aber nicht wieder geben, wie Neumann betont: "Für unsere Kinos ist es elementar, dass nicht - wie beim ersten Lockdown - wieder ein Flickenteppich mit höchst unterschiedlichen Eröffnungsdaten entsteht und jedes Bundesland ein eigenes Konzept entwirft. Der Grund dafür ist unsere Struktur: Filmverleiher starten publikumsträchtige Titel erst dann in den Kinos, wenn die Möglichkeit besteht, dass sich die teils erheblichen Herausbringungskosten amortisieren können. Dies ist nur dann der Fall, wenn flächendeckend und gleichzeitig viele Besucher und Besucherinnen in möglichst viele geöffnete Kinos gehen können. Die Kinos auf der anderen Seite brauchen ein breites und qualitätsvolles Angebot von erfolgsversprechenden und großflächig beworbenen, publikumswirksamen Filmen. Nur so ist ein trotz möglicher Einschränkungen kostendeckender Spielbetrieb denkbar. Wenn die Kinos wie im Sommer 2020 nur in einzelnen Bundesländern schrittweise öffnen, fehlen ihnen diese Filme - mit der Folge, dass sie sich nicht ansatzweise von den enormen Verlusten durch die Pandemie erholen werden."

Am 10. Februar treffen sich die Ministerpräsident*innen der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, um über die weiteren Schritte im Kampf gegen die Corona-Pandemie nach dem 14. Februar zu beraten.