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Westeuropa: SVoD schlägt Pay-TV

Einem Medienbericht zufolge gab es 2020 in Westeuropa mehr bezahlte Streamingabos als Pay-TV-Verträge.

02.02.2021 13:53 • von Jörg Rumbucher
- (Bild: APV)

In einem aktuellen Artikel beschäftigt sich die "Financial Times" mit dem Thema lokale Streaminganbieter versus US-Player und setzt den inhaltlichen Schwerpunkt auf das in Skandinavien tätige Unternehmen Nordic Entertainment Group, das mit seinem Dienst Viaplay offenbar recht erfolgreich ist. Der Bericht wird mit diversen Marktforschungsergebnissen von Ampere Analysis unterstützt. Aus ihnen geht unter anderem hervor, dass im Laufe des Jahres 2020 die Zahl der SVoD-Abos in Westeuropa, die der Pay-TV-Verträge übertroffen hat.

Demnach gab es 2020 nach Schätzungen von Ampere Analysis in Westeuropa 141 Mio. Streamingabos, die zu 86 Prozent auf die großen drei Player Netflix, Amazon Prime und Disney+ entfielen. Die Zahl der Pay-TV-Kunden wird auf etwa 120 Mio. beziffert. Damit hätte es erstmals mehr SVoD als Pay-TV-Abos gegeben. Der Wechselvorgang ist allerdings nicht darauf zurückzuführen, dass immer weniger Pay-TV-Verträge in den westeuropäischen Haushalten abgeschlossen wären. Im Gegenteil: Ihre Zahl war in den letzten Jahren stabil oder stieg sogar leicht an, nur eben sehr viel langsamer als im abobasierten Streamingmarkt.