Kino

Ernst-Lubitsch-Preis geht an Simon Verhoeven

Der Club der Filmjournalisten Berlin e.V. zeichnet den Filmemacher für seine Komödie "Nightlife" mit dem Preis für die beste komödiantische Leistung in einem deutschsprachigen Kinofilm aus.

29.01.2021 08:22 • von Heike Angermaier

Der Club der Filmjournalisten Berlin e.V. zeichnet den Filmemacher Simon Verhoeven für seine Komödie Nightlife" mit dem Preis für die beste komödiantische Leistung in einem deutschsprachigen Kinofilm aus. Üblicherweise wird der Preis zum Geburtstag von Ernst Lubitsch am 29. Januar vergeben. Wegen der Coronapandemie wird er zu einem späteren Zeitpunkt übergeben werden.

Die Bekanntgabe des Preisträgers soll laut der Pressemitteilung des Club der Filmjournalisten Berlin auch "ein Zeichen der Hoffnung und der Zuversicht setzen in diesen ungewöhnlichen Zeiten. Und daran erinnern, wie unschätzbar wichtig es ist, den Frohsinn zu behalten und das Lachen nicht zu verlieren. Genau das führt uns Simon Verhoeven in seinem Film "Nightlife" vor: Seine beiden Hauptdarsteller Elyas M'Barek und Frederick Lau rutschen von einem Missgeschick ins nächste. Doch sie lassen sich nicht unterkriegen und entdecken auf ihrem rasanten Trip durch die Nacht das Leben und die Liebe neu."

Simon Verhoeven zur Auszeichnung: "Für mich zählt der Ernst Lubitsch Preis zu den schönsten Preisen, die ein Regisseur und Autor überhaupt erhalten kann. Ich bin gerührt, geehrt und dankbar. Ernst Lubitsch und Billy Wilder sind Götter und ich bin freilich nur ein Mensch, aber der Preis soll mir Ansporn sein, weiter zu versuchen, auf charmante und kluge Art zu unterhalten, zu berühren, zu erfreuen. Gerade in dieser deprimierenden Zeit scheint mir dies unendlich wichtig. Jetzt müssen die Kinos nur endlich wieder aufmachen!"

Mit dem Preis, zu dem Wilder 1957 die Idee hatte, wurden bisher u.a. Gert Fröbe, Loriot, Anke Engelke, Tom Tykwer, Til Schweiger und zuletzt Katharina Thalbach ausgezeichnet.