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HBO Max langsam auf Touren

HBO Max nähert sich der Marke von 40 Mio. Nutzern. Das geht aus jüngst veröffentlichten Zahlen von Mutterkonzern AT&T hervor.

27.01.2021 17:33 • von Jörg Rumbucher
Verhalf HBO Max zu mehr Nutzern: "Wonder Woman 1984" (Bild: Warner Bros.)

Wie es scheint, bekommt der noch junge Dienst HBO Max von WarnerMedia allmählich die Kurve. Beflügelt von einem seit acht Monaten laufenden Vertriebsdeal mit Roku und der Veröffentlichung von "Wonder Woman 1984" am 25. Dezember beendete HBO Max das Jahr mit 17,1 Mio. aktivierten Nutzern - eine Verdoppelung gegenüber Q3, als 8,6 Mio. ausgewiesen wurden. Das erklärte Mutterkonzern AT&T, der am 27. Januar Zahlen zum vierten Quartal vorlegte.

Die 14,99 US-Dollar teure SVoD-Plattform war am 27. Mai 2020 gestartet und bekam zunächst nur zögerlichen Zulauf. Unter anderem deswegen, weil es anfangs ein Marken-Wirrwarr wegen des neuen Angebots HBO Max sowie den On-Demand-Diensten HBO Now und HBO Go des Pay-TV-Senders HBO gab.

Insgesamt erreicht HBO Max mittlerweile 37,6 Mio. Kunden. Zum Vergleich: Ende September waren es 28,7 Mio., darunter eben jene 8,6 Mio. aktivierte Kunden. Trotzdem zeigen die Zahlen, dass nach wie vor bei bestehenden HBO-Pay-TV-Kunden eine gewisse Trägheit besteht, freiwillig zu HBO Max zu wechseln. Zusammen haben HBO und HBO Max 41,5 Mio. US-Abonnenten mit Stand Ende 2020. HBO Max nimmt nicht nur direkte Abonnenten an: Auch Kunden von Kabelnetzbetreibern, die über diese HBO abonnieren, können den Dienst über Apps nutzen. Diese HBO-Max-Nutzer können nur annähernd quantifiziert werden, wenn die Abonnenten die entsprechende App downgeloaded und aktiviert haben.

Jedenfalls erklärte AT&T-CEO John Stankey: "Die Veröffentlichung von 'Wonder Woman 1984' hat dazu beigetragen, dass unsere inländische HBO Max- und HBO-Abonnentenzahl auf mehr als 41 Mio. gestiegen ist, was unsere ursprüngliche Prognose um volle zwei Jahre übertrifft."

Darüber hinaus wurde bekannt, dass AT&T im vierten Quartal einen Milliardenverlust eingefahren hat: Bilanziert wurde ein Nettoverlust von 13,9 Mrd. Dollar, nach 2,4 Mrd. Dollar Gewinn im Vorjahresquartal. Der Umsatz ging um 2,4 Prozent auf 45,7 Mrd. US-Dollar zurück. Ausschlaggebend für die Rückgänge war die Coronakrise und daraus folgend sinkende Erlöse aus dem TV- und Kinogeschäft, ebenso aus dem Mobilfunkgeschäft.