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SRF achtet bei "Tatort"-Dreh auf Gendergerechtigkeit

In Zürich entstehen die "Tatort"-Folgen Nr. 3 und 4 mit Carol Schuler und Anna Pieri Zuercher. Das Geschlechterverhältnis vor und hinter der Kamera ist nahezu ausgelichen.

27.01.2021 12:49 • von Frank Heine
Regisseurin Christine Repond mit den beiden Hauptdarstellerinnen Carol Schuler und Anna Pieri Zuercher (Bild: SRF/Sava Hlavacek)

Das Schweizer Fernsehen SRF dreht seit dem 21. Januar in und um Zürich zwei neue "Tatort"-Folgen mit Carol Schuler und Anna Pieri Zuercher als Kommissarinnenduo Tessa Ott und Isabelle Grandjean. Bei beiden Folgen führt die in München lebende Bernerin Christine Repond Regie; die zuvor mit dem Kinodrama Vakuum" mit Barbara Auer auf sich aufmerksam machte. Beide Drehbücher stammen von Stefanie Veith und Nina Vukovic.

Fall 3 führt das Ermittlerinnenduo in die Zürcher Kunstszene, wo sie einem bizarren Mord auf den Grund gehen. Im vierten Fall untersuchen Ott / Grandjean den gewaltsamen Tod einer Anwältin, die ein aufstrebendes Pharmaunternehmen beraten hat.

Zum fixen Ensemble zählen neben Schuler und Pieri Zuercher Rachel Braunschweig, Peter Jecklin, Aaron Arens und Igor Kovac. Episodenrollen übernahmen Fabian Krüger, Sabine Timoteo, Sarah Hostettler, Therese Affolter, Laura de Weck und Robert Hunger-Bühler, der bereits in Reponds "Vakuum" die männliche Hauptrolle spielte.

Produziert werden beide Filme von Contrast Film, Ivan Madeo und Stefan Eichenberger sind die Produzenten. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei Gabriella de Gara und Fabienne Andreoli.

De Gara, neue Projektleiterin "Tatort" bei SRF, betont: "Die Diversität ist uns sehr wichtig: Ich freue mich sehr, dass die Balance zwischen Frauen und Männern bei der Produktion der neuen Folgen des Zürcher Tatorts so ausgeglichen ist." Tatsächlich stehen jeweils 17 Frauen und Männer vor der Kamera. Und bei der Crew, so teilt das SRF mit, sei das Verhältnis zwischen den Geschlechtern nahezu ausgeglichen.

Der zweite Zürcher "Tatort" mit dem Titel "Schoggiläbe" wird am 28. Februar ausgestrahlt. Auch hier war mit Viviane Andereggen eine Regisseurin am Werk.