Produktion

ÖFI fördert Josef Haders "Andrea lässt sich scheiden"

Nach seinem erfolgreichen Regiedebüt "Wilde Maus" legt Josef Hader mit seiner nächsten Kinoarbeit los: "Andrea lässt sich scheiden" (vormals "Oed") hat vom Filminstitut Österreich 850.000 Euro an Herstellungsmitteln erhalten. Auch Ulrich Seidl hat nach "Böse Spiele" ein neues Projekt in Angriff genommen. In der ersten Fördersitzung des neuen Jahres wurden Zusagen von gesamt 5,8 Mio. Euro bewilligt.

25.01.2021 17:01 • von Barbara Schuster
Auf Josef Hader kann man sich immer freuen (Bild: Majestic/Mathias Bothor)

Nach seinem erfolgreichen Regiedebüt "Wilde Maus" legt Josef Haderendlich mit seiner nächsten Kinoarbeit los: "Andrea lässt sich scheiden" (vormals "Oed") hat vom Filminstitut Österreich in der ersten Sitzung des neuen Jahres 850.000 Euro an Herstellungsmitteln erhalten (Referenzmitteln in Höhe von 380.000 Euro inklusive). Als Produktionsfirma ist wie bei "Wilde Maus" Veit Heiduschkas Wega Filmproduktionsgesellschaft an Bord. "Andrea lässt sich scheiden" erzählt von der Dorfpolizistin Andrea, die sich von ihrer Nachbarschaft allerhand anhören muss, weil sie sich vom allseits beliebten Andy scheiden lässt. Als dieser dann auch noch betrunken vor ihr Auto läuft und stirbt, kommt sie erst recht in die Bredouille. Um ihren Beruf nicht zu verlieren, beschließt sie, die Tat geheim zu halten. Amour Fou erhielt für das mit tellfilm produzierte Drama "Bachmann & Frisch" (wir berichteten), bei dem Margarethe von Trotta für Drehbuch und Regie verantwortlich zeichnet, 424.427 Euro. Panama Film, die Produktionsfirma von Sandra Wollners hochgelobten "The Trouble With Being Born", hat Herstellungsmittel in Höhe von 340.000 Euro für den Thriller "Die Theorie von Allem" erhalten, dessen Drehbuch vom "Zerrumpelt Herz"-Duo Roderick Warich und Timm Kröger stammt. Kröger übernimmt auch die Regie. Bei "The Trouble With Being Born" war das Duo am Drehbuch beteiligt (Warich) bzw. für die Kamera verantwortlich (Kröger). Deutscher Hauptproduzent von "Die Theorie von Allem" ist Maja Film de in Zusammenarbeit mit The Barricades. The Barricades war bereits auch als Ko-Produzent an "The Trouble With Being Born" beteiligt.

Ulrich Seidls neue Filmarbeit "Böse Spiele" dürfte mittlerweile fertig sein und wird als Kandidat des kommenden Festival de Cannes gehandelt. Der führende Arthouse-Regisseur Österreichs arbeitet nämlich bereits an einem neuen Projekt: für das Drama "Distanzen" über einen Journalisten, der sich besonders für das Unglück interessiert, erhielt seine Produktionsfirma 65.000 Euro Fördergelder im Bereich Projektentwicklung.

Im selben Förderbereich erhielt auch Jessica Hausners neue Arbeit Unterstützung: Für "Club Zero", den die Filmemacherin wieder über ihre Firma coop99 produziert und dessen Geschichte von dem Märchen "Der Rattenfänger von Hameln" inspiriert wurde, gab es 33.000 Euro.

"Rote Tränen" von Gregor Schmidingererhielt 25.000 Euro Projektentwicklungs-Unterstützung vom ÖFI. Der Filmemacher, für sein Debüt "Nevrland" sehr gelobt, arbeitet erneut mit Orbrock Filmproduktion zusammen. Auch Elsa Kremser und Peter Levin, die 2019 mit ihrem Dokumentarfilm "Space Dogs" auf zahlreichen Festivals eingeladen waren, arbeiten an einem neuen Projekt: Für den Spielfilm "Der grüne Wellensittich" gab es 35.000 Euro Projektentwicklung.

In der ersten Sitzung des Jahres wurden Zusagen von gesamt 5,8 Mio. Euro bewilligt.

Alle Förderungen im Detail unter: https://filminstitut.at/foerderung/foerderzusagen.