Festival

"Borga" gewinnt Hauptpreis in Saarbrücken

Die Dramen "Borga" und "Fuchs im Bau" sind die großen Gewinner bei der Onlineausgabe des Max-Ophüls-Preis. Das Debüt von York-Fabian Raabe und der neue Film des bereits zuvor in Saarbrücken erfolgreichen Arman T. Riahi wurden gleich vierfach bzw. dreifach gewürdigt.

23.01.2021 21:32 • von Heike Angermaier
"Borga" wurde u.a. als Bester Film gewürdigt (Bild: Chromosom Film)

Die Dramen Borga" und Fuchs im Bau" sind die großen Gewinner bei der Onlineausgabe des Max-Ophüls-Preis-Festivals. Das erstgenannte Spielfilmdebüt von York-Fabian Raabe und der neue Film des zuletzt mit Die Migrantigen" in Saarbrücken erfolgreichen Arman T wurden gleich vierfach bzw. dreifach gewürdigt. Das in Ghana und Deutschland realisierte "Borga" mit Eugene Boateng als junger Mann aus Ghana, der es in Deutschland schaffen will, wurde mit dem Hauptpreis, dem mit 36.000 Euro dotierten Max-Ophüls-Preis als Bester Spielfilm ausgezeichnet. "(...) In einer epischen Erzählweise, ohne Angst vor Schönheit und mit Empathie für sämtliche Figuren, spricht der Film eine ganz besondere Einladung aus: mithilfe eines unerhörten Narrativs - einer konsequent Schwarzen Perspektive im deutschen Kino - nach Antworten zu suchen. Denn dort wo das Menschsein das Problem ist, liegt im Menschsein zugleich die Chance!" heißt es in der Begründung der aus Pegah Ferydoni, Nataly Kudiabor, dem Max-Ophüls-Preis-Gewinner aus dem Vorjahr Johannes Maria Schmit und Ngo The Chau bestehenden Jury. Außerdem geht der Publikumspreis und der Preis der ökumenischen Jury an den von u.a. der Berliner Chromosom produzierten Film sowie der Preis für den gesellschaftlich relevanten Film an seinen Hauptdarsteller und Associate Producer Boateng. Für "Fuchs im Bau" über einen Lehrer im Jugendgefängnis wurde Riahi für die Regie mit dem Filmpreis des saarländischen Ministerpräsidenten und das Drehbuch ausgezeichnet. Außerdem gewann die neue Arbeit des österreichischen Filmemachers den Preis der Jugendjury. Riahis älterer Bruder Arash T, produzierte ihn mit der Wiener Golden Girls. Die Brüder waren schon mehrfach Gäste in Saarbrücken.

Als bester Schauspielnachwuchs wurden Sara Fazilat für "Nico" der Regisseurin Eline Gehring sowie Jonas Holdenreider für Trübe Wolken" von Christian Schäfer geehrt. Laura Reichwalds Stollen" über das Erzgebirgsdorf Pöhla wurde zum besten Dokumentarfilm des von Svenja Böttger geleiteten Festivals gekürt, das wegen der Corona-Pandemie erstmals online stattfindet.

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