Produktion

Bremen gibt Sondermittel für die Film- und Kinobranche

Mit einer einmaligen Erhöhung des Bremer Fördermittelkontingents soll die Film- und Kinobranche in der Coronakrise unterstützt werden - Multiplexe bleiben aber einmal mehr außen vor.

22.01.2021 13:53 • von Marc Mensch
Nordmedia-Geschäftsführer Thomas Schäffer (Bild: nordmedia)

Die Freie Hansestadt Bremen hat ein Hilfsprogramm für die Bremer Film- und Medienbranche aufgelegt und nordmedia mit der Umsetzung betraut. Insgesamt ca. 200.000 Euro an zusätzlichen Mitteln werden dafür bereitgestellt.

Informationen zum Katalog der Maßnahmen finden Sie an dieser Stelle, ausdrücklich verweist die nordmedia darauf, dass noch Anträge für die Kino-Starthilfe Bremen und das Slate Funding eingereicht werden können.

Die Kino-Starthilfe richtet sich dabei nur an kleine und mittlere Häuser mit maximal sechs Sälen, Multiplexe sind ebenso ausgenommen wie nichtgewerbliche Spielstellen. Pro Spielstätte kann ein einmaliger Zuschuss von 5000 Euro beantragt werden.

Im Rahmen des Slate-Funding wiederum werden in Bremen ansässige Produktionsunternehmen, die in die parallele Entwicklung mehrerer neuer Stoffe und Projekte investieren wollen, gefördert. Dabei sollen Treatments und Drehbücher für Langfilme und Miniserien entstehen.

Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa erklärte dazu: "Die Film- und Kinobranche ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und trägt gemeinsam mit dem vielfältigen Kinoangebot erheblich zur Standortattraktivität Bremens bei. Mit diesem Programm unterstützen wir neben den Filmschaffenden auch die kleinen Kinos bei ihrem Neustart nach den Corona-Verschärfung. In dieser Branche sind die Einnahmen durch den Lockdown komplett weggebrochen. Für die Unternehmen und Beschäftigten ermöglicht die schnelle und unbürokratische Unterstützung eine Entschärfung der angespannten Lage und eine Perspektive für die Zeit nach der Schließung."

Nordmedia-Geschäftsführer Thomas Schäffer wiederum dankte für die "dringend benötigten" Mittel.