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Weitere 3,4 Prozent für Mediaset an ProSiebenSat.1

Das italienische Medienunternehmen Mediaset macht da weiter, wo es vergangenes Jahr aufgehört hat: Es sichert sich weitere Aktienanteile an ProSiebenSat.1.

21.01.2021 15:19 • von Michael Müller
Das Italienische Medienunternehmen wird von Pier Silvio Berlusconi geleitet (Bild: Mediaset)

Während sich der US-Finanzinvestor KKR nahezu aus der ProSiebenSat1-Aktie herausgezogen hat, steigt der italienische Medienkonzern Mediaset noch etwas stärker bei den Medienschaffenden von Unterföhring ein. Laut einer Mitteilung vom Donnerstag hat der Konzern unter Pier Silvio Berlusconi um weitere 3,4 Prozent bei ProSiebenSat.1 aufgestockt.

Zusammen mit seiner spanischen Tochterfirma Mediaset Espana kommen die Italiener so auf eine direkte Beteiligung von 13,18 Prozent. Dazu hält das Unternehmen weitere Derivate. Vor dem jetzigen Kauf besaß Mediaset laut Eigenaussage bereits 24,9 Prozent des Stimmenanteils beim deutschen Medienunternehmen. Ein Sperrminorität ist mit 25,1 Prozent erreicht. Wenn die eigenen Angaben stimmen, müsste Mediaset jetzt darüber liegen.

Mediaset arbeitet an einer europaweiten Medienallianz. ProSiebenSat.1 wäre dabei ein weiterer Baustein. Nachdem der KKR-Ausstieg für einen kleineren Kurssturz Anfang des Jahres gesorgt hatte, beflügelt der Schritt von Mediaset jetzt wieder die Fantasie der Anleger und den Börsenkurs. Der ProSiebenSat.1-Finanzvorstand Rainer Beaujean sprach Ende des vergangenen Jahres in der "Süddeutschen Zeitung" von einer "sehr guten" Entwicklung der Werbeerlöse, die deutlich besser als im Vorjahr sei.