Produktion

Coronahilfen sollen auch Schauspieler*innen erreichen

Die jüngste Verlängerung des Lockdowns soll unter anderem nicht nur von einer Erhöhung der Corona-Hilfen für Soloselbständige begleitet sein, sondern auch mit der Schließung einer eklatanten Lücke für unständig Beschäftigte.

20.01.2021 14:07 • von Marc Mensch
Kulturstaatsministerin Monika Grütters begrüßt die Neujustierung der Hilfen (Bild: Christof Rieken)

Die Nachricht kam unmittelbar vor dem Zeitpunkt, zu dem der BFFS in eine Online-Debatte über just dieses Thema startete: Offenbar sollen im Zuge der jüngsten Lockdown-Verlängerung nicht nur die Hilfen für Solo-Selbständige erhöht werden, sondern vor allem eine eklatante Lücke geschlossen werden, die nicht zuletzt zahlreiche Schauspieler*innen trifft, vor allem jene, die einen Gutteil ihres Einkommens über Auftritte an den weiterhin geschlossenen Theatern generieren. Denn diese gelten nicht als Solo-Selbständige und waren damit von den Hilfen für diese trotz vergleichbarer Lebenssituation abgeschnitten waren.

Zumindest kommentierte Kulturstaatsministerin Monika Grütters umgehend Berichte, wonach so wörtlich künftig auch "sogenannte unständig Beschäftigte wie Schauspielerinnen und Schauspieler die Neustarthilfe beantragen können". So ließ sie verlautbaren: "Ich bin meinen Kabinettskollegen sehr dankbar, dass sie meinem intensiven Werben jetzt gefolgt sind und die sehr spezifischen Lebensumstände und Beschäftigungsverhältnisse der Kreativen anerkennen und die Hilfsangebote darauf abstimmen. So unterstützt die Bundesregierung wirksam die vom Lockdown in ihrem Lebensnerv getroffenen Kreativen und hilft, die Kultur zu retten."

Im Beschlussdokument selbst findet sich keine Passage zur Ausweitung der Hilfen auf unständig Beschäftigte, dort ist nur von einer deutlichen Anhebung der Förderhöchstbeträge für Unternehmen und Solo-Selbständige die Rede.

Das Beschlusspapier könne Sie im Wortlaut hier direkt herunterladen.