Kino

Corona-Krise macht sich auch bei Vergütung von Disney-Führungsriege bemerkbar

Die Einnahmen von Bob Iger, Executive Chairman des Walt-Disney-Konzerns, schrumpften im Corona-Jahr 2020 um mehr als die Hälfte. Die Führungsetage hatte auf ihre Boni verzichtet und der Reduzierung ihrer Basis-Gehälter zugestimmt.

20.01.2021 11:06 • von Barbara Schuster
Bob Chapek und Bob Iger (Bild: Walt Disney)

Die Corona-Pandemie hat den Disney-Konzern hart getroffen. Der Verlust von Einnahmen - durch die geschlossenen Themenparks oder Kinos sowie einer zeitweise stillgelegten Produktion - hatte auch zur Folge, dass die Gehälter inklusive Aktienbeteiligungen, Aktienoptionen und Versorgungsansprüchen (Pension Fund) der Führungsriege weit niedriger ausfielen als in den Jahren zuvor.

Bob Iger etwa, Walt Disneys Executive Chairman, strich im Fiskaljahr 2020 "nur" 21 Millionen Dollar ein, anstatt, wie 2019, 47 Millionen Dollar. Umfasste seine Vergütung vor der Corona-Krise noch zusätzlich knapp 22 Millionen Dollar durch ein Bonusprogramm, fiel dieser Teil 2020 komplett weg. Disney-CEO Bob Chapek verdiente im Fiskaljahr 2020 14,2 Millionen Dollar (Vergleichszahlen mit früheren Gehältern liegen den US-Trades nicht vor, weil Chapek erst seit Ende Februar 2020 den Posten des CEO bekleidet).

Beide Manager hatten sich angesichts der Corona-Pandemie auch auf ein niedrigeres Basisgehalt geeinigt: Bob Iger verdiente 1,6 Millionen Dollar pro Monat (vormals drei Millionen Dollar), Bob Chapek 1,8 Millionen Dollar, wobei Iger sogar eine Zeit lang komplett auf dieses Basis-Gehalt verzichtete, Chapek über einen gewissen Zeitraum nur 50 Prozent einstrich.