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Netflix knackt 200-Mio.-Marke

In den Tagen vor der Bekanntgabe der Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2020 wurde darüber spekuliert, ob Netflix die Zahl von 200 Mio. Abonnenten weltweit werde knacken können. Jetzt besteht Gewissheit.

20.01.2021 08:12 • von Jochen Müller
Netflix hat im vergangenen Jahr die weltweite Marke von 200 Abonnenten geknackt (Bild: Netflix)

Netflix hat beim Abonnentenwachstum im vierten Quartal 2020 seine eigenen Prognosen übertroffen und insgesamt einen neuen Meilenstein erreicht, üben den vor der gestrigen Bekanntgabe der Geschäftszahlen bereits spekuliert worden war (wir berichteten).

Wie der Streamingdienst jetzt bekannt gab, lag der Abonnentenzuwachs im vierten Quartal weltweit bei 8,5 Mio. und damit nur knapp unter den 8,8 Mio. aus dem Vorjahresquartal. Anders als im dritten Quartal 2020, als die eigene Zielvorgabe beim Abonnentenwachstum noch verfehlt worden war, konnte die Prognose von sechs Mio. neuen Abonnenten im vierten Quartal damit übertroffen werden. Insgesamt konnte Netflix im zurückliegenden Quartal die 200-Mio.-Abonnenten-Marke knacken und verfügt zum Ende des Jahres 2020 über 203,7 Mio. Abonnenten; das sind rund 37 Mio. mehr als vor einem Jahr.

"Es ist eine großartige Zeit für Entertainment-Konsumenten. Es gibt reichhaltige Möglichkeiten vom linearen TV über Videogames bis hin zu Nutzer generierten Inhalten bei YouTube und TikTok. Wir werden weiter hart daran arbeiten, unseren kleinen Anteil an der Bildschirmzeit gegen diese großen Wettbewerber zu erhöhen", schreibt Netflix in einem Brief an die Aktionäre auch mit Blick auf die wachsende Konkurrenz durch Streamingdienste wie Disney+, HBO Max, Apple TV+, Peacock und Discovery+.

Beim Umsatz lag Netflix mit 6,6 Mrd. Dollar knapp über den eigenen Prognosen und rund 20 Prozent über dem Vorjahreswert, der Gewinn je Aktie lag mit 1,19 Dollar nicht nur unter den 1,30 Dollar aus dem Vorjahresquartal, sondern auch 20 Cents unter der eigenen Prognose.

Die Netflix-Aktie, die im vergangenen Jahr Kursgewinne von rund 67 Prozent verzeichnet hatte, legte nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen um 13 Prozent zu.