Kino

Prominente Unterstützer für britische Kinos

In einem in der "Sunday Times" veröffentlichten Brief an Finanzminister Rishi Sunak haben mehr als 40 prominente britische Filmschaffende weitere Unterstützung für die Kinos eingefordert.

19.01.2021 08:22 • von Jochen Müller
Mehr als 40 Filmschaffende haben beim britischen Finanzminister Rishi Sunak um Hilfe für die Kinos gebeten (Bild: imago images / Parsons Media)

Infolge der Corona-bedingten Kinoschließungen war das Boxoffice in Großbritannien im vergangenen Jahr um 76 Prozent eingebrochen, aktuell sind die Kinos immer noch beschlossen. Wie alle anderen Wirtschaftsunternehmen haben in dieser Zeit von dem Arbeitsplatzsicherungsprogramm der Regierung profitiert, kleinere Kinos haben finanzielle Unterstützung durch das British Film Institute erhalten. Leer ausgegangen sind dagegen bisher die großen Ketten wie Cineworld, Odeon und Vue.

Daher haben sich jetzt 40 namhafte Filmschaffende wie David Heyman, Christopher Nolan, Tim Bevan, Danny Boyle, Barbara Broccoli, Gurinder Chadha, Stephen Frears, Stephen Fry, Asif Kapadia, Guy Ritchie, Ridley Scott und Michael G Wilson in einem in der "Sunday Times" veröffentlichten Offenen Brief an Finanzminister Rishi Sunak gewandt.

Darin machen die Unterzeichner deutlich, dass die Unternehmen, die noch keine Unterstützung erhalten hätten, 80 Prozent des Marktes repräsentieren würden und sie auch für die Erfolge von Sektoren wie Filmverleihern und Produktionsfirmen mitverantwortlich seien. Ohne sie sähe die Zukunft der gesamten britischen Filmbranche prekär aus.

Mit Unterstützung des Staates gäbe es für den Kinosektor gute Perspektiven, sind die Unterzeichner des Briefs, die die bisher ergriffenen Maßnahmen ausdrücklich loben, überzeugt: "Es gibt keinen Zweifel, dass sich die Branche, wenn sie beim Überleben unterstützt wird, erholen und wieder wachsen wird. Aber die Notwendigkeit einer direkten finanziellen Unterstützung ist erdrückend. Wir erkennen die Unterstützung, die die Regierung bereits geleistet hat. Aber wir fürchten, dass dies vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen, mit denen sich die größeren Kinobetreiber, die noch keine auf sie zugeschnittene finanzielle Unterstützung erhalten haben konfrontiert sehen, nicht genug sein wird.

Das Schreiben schließt mit den Worten: "Das britische Kino steht vor dem Abgrund. Wir brauchen dringend zielgerichtete finanzielle Unterstützung, um sicherzustellen, dass auch zukünftige Genrationen die Magie des Kinos noch genießen können."